Haydn trifft auf Altus

Michael Taylor springt für erkrankten Matthias Rexroth ein

Zu Haydns Zeit war die Kunst der Kastraten in der Spätblüte. Heute lebt ihr betörender Gesang wieder auf durch die Spezies der Countertenöre. Zu ihren Spitzenvertretern zählt der Kanadier Michael Taylor, der kurzfristig für den erkrankten Matthias Rexroth einspringt. Michael Taylor singt Mozarts Arie „Ombra felice!“, komponiert für den Kastraten Francesco Fortini, und einen Ausschnitt aus Haydns „Stabat Mater“ – aber auch die Arie "Vedro con mio diletto" von Antonio Vivaldi, in welcher er ein Thema eines seiner Violinkonzerte verarbeitete.

Mit Haydns „Oxford-Sinfonie“ ist für einen würdigen Abschluss gesorgt. Das prächtige Werk soll bei Haydns Ernennung zum Ehrendoktor an der Universität Oxford erklungen sein. Und der britischen Insel verdanken wir schließlich auch die Renaissance der Countertenöre seit den 1960er-Jahren.

Der gebürtige Kanadier Michael Taylor erhielt seinen ersten Gesangsunterricht als Sopran im Knabenchor an der St. Michael’s Choir School in Toronto und studierte am dortigen Royal Conservatory of Music Violine und Klavier. Dem folgten weitere Gesangsstudien mit dem Schwerpunkt Alte Musik an der McGill University, wo er zeitgleich seinen Abschluss in Physik und Neurowissenschaften machte. Anschließend zog der Sänger nach Deutschland, um sich bei Prof. Jeanne Piland in Düsseldorf fortbilden zu lassen.

Zu seinem Repertoire gehören u.a. die Partien des Oberon in Brittens A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM, Goffredo in Händels RINALDO, Tolomeo in Händels GIULIO CESARE und die Titelpartie in Händels ORLANDO. Er debütierte im Lincoln Center New York als Solist in Händels MESSIAH und sang Bachs MATTHÄUSPASSION in Osaka, Berlin und Montreal. Michael Taylor ist Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg sowie Mitbegründer und Künstlerischer Leiter des Barockensembles »The Dansant«, mit dem er 2014 ein Album mit Arien von Händel, Vivaldi und Graun herausbrachte. Als Mitglied des Berliner Solistenensembles “Phoenix16” fördert er auch eine besondere Leidenschaft für zeitgenössische und experimentelle Vokalmusik.

Zuletzt konnte man den kanadischen Countertenor als Kater in Matesics KATZE IVANKA an der Hamburgischen Staatsoper, Artemis in Henzes PHAEDRA an der Oper Halle und Alceste in Hasses DEMETRIO mit dem Opera Settecento in London erleben. In nächster Zeit stehen zwei Händel-Opern an den Halleschen Händel-Festspielen (SOSARME und L’ELPIDIA), Porporas L’AGRIPPINA in Birmingham und Monteverdis IL RITORNO D’ULISSE IN PATRIA mit Opera Atelier in Toronto bevor.

 

Sonntag, 14. Mai 2017, 11.00 Uhr
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (MiR), Kleines Haus

Tickets: 17,50 Euro inkl. Gebühren
erhältlich an der Theaterkasse im Musiktheater im Revier, telefonisch unter 0209 | 4097-200 oder auf www.musiktheater-im-revier.de.

 

NPW persönlich
- NPW-Musiker im Interview mit Roland Vesper -


Herzliche Einladung hierzu um 10.15 Uhr im Foyer des Kleinen Hauses des MiR bei einer Tasse Gratis-Kaffee, zu der wir Sie einladen.

 

 

Freitag, 19. Mai 2017, 19.30 Uhr
St. Laurentius, Dorsten-Lembeck

Infos zu Konzert und Ticketkauf:
www.lembecker.de

 

 

Sonntag, 21. Mai 2017, 11.00 Uhr
Sparkasse-Vest (Königswall 33), Recklinghausen

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