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2. Sinfoniekonzert

Erstlinge

Wunderkind oder Spätgeburt? Meisterwerk oder Missgriff? Die ersten Gehversuche verraten nicht immer direkt, welche Richtung später eingeschlagen wird. Wer würde in dem hübschen Sinfoniesatz E-Dur des 21-jährigen Wagner bereits die Pranke des Musikdramatikers erkennen? Das Vorbild Beethoven geht hier mit der Spieloper eine Mixtur ein. Wagner interessierte sich damals aber mehr für Thüringer Bratwurst-Feste als für tonnenschwere deutsche Mythologie.

Dagegen war „Richard II.“ - Strauss - ein Frühreifer. Das Hornkonzert op. 11 ist das Werk eines 19-jährigen Gymnasiasten und wurde von dem berühmten Dirigenten Hans von Bülow uraufgeführt. Keck und selbstbewusst lugt Strauss hier in die Zukunft. Zwar ist noch wenig vom späteren Personalstil auszumachen. Doch durch schöne Themen und spannende Klangmischungen vermag die Talentprobe bereits zu fesseln. Strauss' Vater Franz, ein berühmter Hornist, konnte stolz auf den Spössling sein. Und mit Marie-Luise Neunecker ist die führende deutsche Hornistin zu Gast, deren zahlreiche Aufnahmen mit Preisen wie dem Grammy oder dem ECHO Klassik ausgezeichnet wurden.

Nach Mozart war wohl Mendelssohn die erstaunlichste Frühbegabung. Mit gerade einmal 15 Jahren schrieb er seine erste große Sinfonie. Zwischen barocker Polyphonie und romantischem Pathos bahnt sie sich bereits ihren eigenen Weg.

Eckehard Stier, Chefdirigent des neuseeländischen Auckland Philharmonia Orchestra, hat sich mit seinen Wagner- und Strauss-Interpretationen einen Namen gemacht.

Mittwoch, 21. Oktober 2015,
19:30 Uhr

Kamen
Konzertaula

Programm

Richard Wagner

Sinfoniesatz E-Dur WWV 35

Richard Strauss

Konzert für Horn und Orchester Nr.1 Es-Dur op. 11

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie Nr. 1 c-moll op. 11

Mitwirkende

marie-luise neunecker_Horn

Leitung

Eckehard Stier

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