Die NPW stellt sich vor

Historie

Die Neue Philharmonie Westfalen entstand 1996 aus der Fusion zweier Orchester des nördlichen Ruhrgebietes, des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen und des Philharmonischen Orchesters der Stadt Gelsenkirchen. Träger des Orchesters sind neben dem Land Nordrhein-Westfalen die Städte Gelsenkirchen und Recklinghausen sowie der Kreis Unna. Von 1997 bis August 2007 war der österreichische Dirigent Johannes Wildner Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen. Ihm folgte im Sommer 2007 der Mecklenburger Heiko Mathias Förster, der zuvor bereits die Brandenburger und die Münchner Symphoniker leitete. Seit Sommer 2014 ist Rasmus Baumann, bisheriger Chefdirigent am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, neuer Generalmusikdirektor des Orchesters.

Das Orchester ist einer der größten Klangkörper der Region und bewältigt pro Saison nahezu 300 Veranstaltungen im In- und Ausland. Repertoiretechnisch ist das mit 128 Musikerinnen und Musikern besetzte Orchester im Stande, die gesamte Palette der Orchesterliteratur vom Barock bis hin zur Moderne abzudecken. Neben der Bespielung des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen und den Sinfoniekonzerten im gesamten Ruhrgebiet, nimmt die Arbeit für Kinder und Jugendliche großen Raum in der gestalterischen Tätigkeit des Orchesters ein: Nicht zuletzt dank privater Sponsoren und der unermüdlichen Arbeit des Fördervereins ist es gemeinsam mit einsatzfreudigen Lehrern und Eltern gelungen, viele Kinder und Jugendliche in den Schulen anzusprechen und so für die Musik zu gewinnen.

Herausragende Projekte auf Tonträger zu verewigen, gehört mit zur Philosophie des größten der drei Landesorchester in Nordrhein-Westfalen. Unter der Leitung von Johannes Wildner wurden CDs mit Werken von Anton Bruckner, Johannes Brahms und Max Bruch veröffentlicht, gefolgt von diversen Einspielungen unter der Leitung von Heiko Mathias Förster, wie der 1. und 5. Sinfonie von Gustav Mahler, drei CDs mit Werken der Strauß-Familie oder der CD „cool rhythm“ gemeinsam mit dem Berliner clair-obscur-Saxophonquartett.

In den letzten Jahren ist es dem Orchester gelungen, sich weit über die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus einen Namen zu machen. So konzertierte das Landesorchester u.a. im Weltkulturerbe Speyerer Dom, in der Kölner und Berliner Philharmonie, in der Glocke Bremen, im „Franziskaner“ in Villingen, im Teatro Dante Alighieri Ravenna, im Teatro Communale di Modena, in der Tonhalle Zürich, dem Musical Theater Basel und der KölnArena mit der umjubelten Aufführung der „Lord of the Rings“-Sinfonie. Ferner folgte das Orchester im September 2009 einer Einladung ins Große Festspielhaus Salzburg, um dort u.a. mit Heiko Mathias Försters Wagner-Adaption „Ring ohne Worte“ zu konzertieren. Sein außereuropäisches Debüt feierte das noch junge Ensemble bereits im Herbst 2000: Die Neue Philharmonie Westfalen folgte einer Einladung zum „Beijing-Festival“ in Chinas Hauptstadt Peking.

Das Jahr 2010 ist die Neue Philharmonie Westfalen eine weitere Chance, sich und die Kultur der Region einem Publikum weit über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus zu präsentieren: Im Rahmen des Programms der europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 sind die Philharmoniker vielschichtig vertreten – ob im Rahmen der Local Heroes-Wochen, von „das henze-projekt“, „!SING Sinfonie der Tausend“ oder der Internetoper des Musiktheaters im Revier – und werden abermals zum Botschafter für Kultur.

Die Neue Philharmonie Westfalen hat sich in der jüngsten Vergangenheit zunehmend auch als Tourneepartner für Solisten von Weltruhm etabliert: In der Spielzeit 2005/2006 standen zwei Konzerte mit dem russischen Weltstar Anna Netrebko auf dem Spielplan, mit dem die Neue Philharmonie Westfalen im Juni 2012 abermals konzertierte; im Jahr 2007 begleitete das Ensemble eine Operettengala mit Angelika Kirchschlager und Simon Keenlyside, außerdem die italienische Starsopranistin Lucia Aliberti. Ein weiteres Highlight war die Operngala mit der lettischen Mezzosopranistin Elīna Garanča im Frühjahr 2009 in München (Gasteig), Frankfurt am Main (Alte Oper), Düsseldorf (Tonhalle), Hamburg (Laeiszhalle) und in der Liederhalle Stuttgart. Noch im selben Jahr konzertierte die Neue Philharmonie Westfalen mit den Weltklasse-Pianisten Lang Lang und Herbie Hancock unter der Leitung von John Axelrod in Essen und Rotterdam. Im Frühjahr 2011 begleitete das Landesorchester den italienischen Star-Tenor Vittorio Grigolo bei Konzerten in Zürich, Berlin und München, ein Jahr später die slowakische Sopranistin Edita Gruberova. Im Herbst 2013 konzertierte das Landesorchester mit der rumänischen Star-Sopranistin Angela Gheorghiu in der Alten Oper Frankfurt am Main sowie der Laeiszhalle Hamburg.

Chronik

2014

Stabwechsel - die zweite: Im Sommer 2014 wird der gebürtige Gelsenkirchener Rasmus Baumann, bisher Chefdirigent des Musiktheaters im Revier, neuer Generalmusikdirektor des Orchesters.

2013

Partner der Stars: Die Neue Philharmonie Westfalen hat sich zunehmend als Tourneepartner für Solisten von Weltruhm etabliert: Konzerten mit Lucia Aliberti, Elīna Garanča, Lang Lang, Herbie Hancock, Edita Gruberova oder Vittorio Grigolo folgte im Jahr 2012 eine Tournee mit Anna Netrebko, Ramón Vargas und Erwin Schrott nach Münster, Mannheim und Wiesbaden. Im Herbst 2013 konzertierte das Landesorchester mit der rumänischen Star-Sopranistin Angela Gheorghiu in der Alten Oper Frankfurt am Main sowie der Laeiszhalle Hamburg.

2011

Freude, schöner Götterfunken: Mit Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 ist die Neue Philharmonie Westfalen erstmalig mit gleich zwei ausverkauften Konzerten im offiziellen Festivalprogramm der Ruhrfestspiele vertreten.

2010

Botschafter für Kultur: Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt, und die Neue Philharmonie Westfalen ist Teil davon: Ob im Rahmen der Gelsenkirchener Eröffnungsfeier, der Local Heroes-Wochen, von "das henze-projekt", "!SING Sinfonie der Tausend" oder der Internetoper des Musiktheaters im Revier - die NPW ist im Programm von RUHR.2010 vielschichtig vertreten und wird zum kulturellen Botschafter der Region über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus.

2009

Filmmusik: Für den RUHR.2010-Imagefilm des Besucherzentrums auf Zeche Zollverein in Essen, "Ruhr 360 Grad", spielt die Neue Philharmonie Westfalen die Musik ein. Am 4. Dezember 2009 feiert "Ruhr 360 Grad" Premiere und wird das gesamte Jahr 2010 über auf Zollverein zu sehen und zu hören sein.

2008

Sinfonie in Bildern: Die 13. Spielzeit der Neuen Philharmonie Westfalen und die zweite unter GMD Heiko Mathias Förster beginnt mit der multimedial umgesetzten „Alpensinfonie“ von Richard Strauss.

Bildschirm: Im Dezember 2008 und auch ein Jahr darauf gestaltet die Neue Philharmonie Westfalen das Adventskonzert des NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, das live aus der Soester Wiesenkirche im WDR-Fernsehen übertragen wird.

2007

Stabwechsel: Mit Beginn der Spielzeit 2007/2008 wird der Mecklenburger Heiko Mathias Förster neuer Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen.

Orchesterpatenschaft: Im Rahmen des Tages der offenen Tür der NPW wird die schon jahrelang bestehende Partnerschaft mit dem Jugendsinfonieorchester Recklinghausen (JSO) zur offiziellen Patenschaft. Während eines Festaktes wird das Landesorchester zum „tutti-pro Orchesterpaten“ des JSO sowie der Mini-Sinfos Recklinghausen/Herten ernannt. Mit einem gemeinsamen kleinen Konzert, bei welchem JSO- und NPW-Musiker gemeinsam an den Pulten sitzen, wird die Patenschaft offiziell eingeläutet.

2005

Neuer Konzertflügel: Im Jahr 2005 weiht die NPW am Tag der Deutschen Einheit mit einem Festkonzert den durch den Verein der Freunde und Förderer angeschafften Steinway-Konzertflügel ein. Die brasilianische Starpianistin Cristina Ortiz „tauft“ den Flügel mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll.

2004

Nullvier: Zum 100. Geburtstag des FC Schalke 04 ist die Neue Philharmonie Westfalen Teil einer Uraufführung: Am Musiktheater im Revier feiert das Musical „nullvier – Keiner kommt an Gott vorbei“ (Musik: Enjott Schneider/Libretto: Michael Klaus) Premiere. Die musikalische Leitung hat Kai Tietje, an den Pulten sitzen die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen.

2000-2002

Beethoven-Zyklus: In den Spielzeiten 2000/2001 sowie 2001/2002 bringt die Neue Philharmonie Westfalen alle sinfonischen Werke des Bonners zur Aufführung. Ein wahrer Marathon beendet den Zyklus im Juni 2002: Vor 2.500 Zuhörern interpretiert das Landesorchester mit Christoph Berner als Solist alle fünf Klavierkonzerte Beethovens auf dem Marktplatz in Unna.

2001

Das größte Opernhaus Europas: Bei der Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Aida“ unter GMD Johannes Wildner in der ausverkauften „Arena AufSchalke“ in Gelsenkirchen musiziert das noch junge Orchester vor rund 53.000 Zuschauern. Zwei Jahre später begleitet die NPW an gleicher Stelle Georges Bizets „Carmen“.

2000

Trip to Asia: Die Neue Philharmonie Westfalen feiert ihr außereuropäisches Debüt und folgt einer Einladung zum „Beijing- Festival“ in Chinas Hauptstadt. Unter der Leitung des Komponisten wird das Werk „Seven Gates of Jerusalem“ von Krzysztof Penderecki aufgeführt.

1998

Rekordverdächtig: Im September des Jahres musiziert die Neue Philharmonie Westfalen im Wetterschacht Romberg der Zeche Haus Aden in Werne-Langern in 980 Meter Tiefe die „Haffner-Serenade“ von Mozart. Hierfür erhält das Orchester einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für das "tiefste Konzert der Welt".

1996

Orchestergründung: Fusion des Philharmonischen Orchesters der Stadt Gelsenkirchen und des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen zur Neuen Philharmonie Westfalen. Erster Generalmusikdirektor ist der österreichische Dirigent Dr. Johannes Wildner.