Die NPW stellt sich vor

Historie


Entstanden im Jahr 1996 aus der Fusion des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen und des Philharmonischen Orchesters der Stadt Gelsenkirchen, ist die Philharmonie Westfalen seit mehr als zwei Jahrzehnten fester Bestandteil der Orchesterlandschaft im Ruhrgebiet.

Das Orchester zählt zu den größten Klangkörpern in Nordrhein-Westfalen und bewältigt pro Saison nahezu 300 Veranstaltungen im In- und Ausland. Kernaufgabe der Neuen Philharmonie Westfalen ist es, Sinfoniekonzerte in Gelsenkirchen, Recklinghausen und dem Kreis Unna sowie darüber hinaus in ganz Nordrhein-Westfalen zu spielen. Das Ensemble ist darüber hinaus Opernorchester des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen und widmet sich in zahlreichen Konzerten und Projekten der Musikvermittlung. In ihren vielfältigen Konzertreihen decken die mehr als 100 Musikerinnen und Musikern der NPW die gesamte Palette der Orchesterliteratur vom Barock bis hin zur Moderne ab. Auch Crossover-Konzerte mit Pop-, Rock- oder Filmmusik gehören zum Repertoire.

Herausragende Projekte auf Tonträger zu verewigen, gehört mit zur Philosophie des größten der drei Landesorchester in Nordrhein-Westfalen. So kann die Neue Philharmonie Westfalen mittlerweile auf rund 20 CD-Einspielungen zurückblicken.

Von 1997 bis August 2007 war der österreichische Dirigent Johannes Wildner Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen. Ihm folgte im Sommer 2007 der Mecklenburger Heiko Mathias Förster.
Seit Sommer 2014 ist Rasmus Baumann Generalmusikdirektor des Klangkörpers, der seitdem mit seinem Orchester neue Wege geht: sei es in der Neu-Konzeption des Sinfoniekonzert-Zyklus, der Ausweitung der Crossover-Konzerte oder mit der Etablierung neuer Konzertreihen und -formate. Regelmäßig konzertiert die Neue Philharmonie Westfalen gemeinsam mit Weltklasse-Solisten: Gäste im Sinfoniekonzert-Zyklus des Orchesters waren und sind etwa Tzimon Barto, Annette Dasch, Martin Stadtfeld oder Anne Schwanewilms; deutschlandweite Konzerttourneen u.a. in die Berliner Philharmonie, die Hamburger Laeiszhalle, die Münchner Philharmonie im Gasteig oder die Alte Oper Frankfurt brachten den Klangkörper mit Stars der Branche wie Anna Netrebko, Lang Lang, Lucia Aliberti oder Elīna Garanča zusammen. Außerdem arbeitet das Orchester im Rahmen von innovativen Konzertprojekten immer wieder mit prominenten Schauspielern. In den vergangenen Spielzeiten waren dies u.a. Dominique Horwitz, Martin Brambach oder Roger Willemsen. Sein außereuropäisches Debüt feierte das Ensemble bereits im Herbst 2000: Die Neue Philharmonie Westfalen folgte einer Einladung zum „Beijing-Festival“ in Chinas Hauptstadt Peking. Darüber hinaus konzertierte die NPW in Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Österreich (Großes Festspielhaus Salzburg), der Schweiz (u.a. Tonhalle Zürich) oder Italien.

Träger des Orchesters sind die Städte Gelsenkirchen und Recklinghausen sowie der Kreis Unna. Darüber hinaus wird die NPW vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Land Nordrhein-Westfalen als das größte der drei Landesorchester gefördert, um Städte und Gemeinden zu bedienen, die über kein eigenes Sinfonieorchester verfügen.

 

Chronik

 

Seit über 20 Jahren ist die Neue Philharmonie Westfalen das Orchester des nördlichen Ruhrgebiets. An dieser Stelle möchten wir nochmal einige Höhepunkte der Orchestergeschichte in Erinnerung rufen:

 

2018

Woche der Brüderlichkeit: Am 11. März wird die "Woche der Brüderlichkeit 2018" im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen mit einem Festakt eröffnet, in dem Peter Maffay die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen bekommt. Die Neue Philharmonie Westfalen ist mit auf der Bühne und begleitet die Eröffnung unter der Leitung von GMD Rasmus Baumann musikalisch. Das ZDF sendet am gleichen Abend eine 45-minütige Zusammenfassung des Festaktes.

2016_2017

Happy Birthday, NPW: In der Spielzeit 2016_2017 feiert die Neue Philharmonie Westfalen ihr 20-jähriges Bestehen mit zahlreichen musikalischen Höhepunkten. So wird die Saison im September 2016 eingeläutet mit Gustav Mahlers monumentaler 8. Sinfonie mit dem Beinamen "Sinfonie der Tausend". Weitere Jubiläumskonzerte folgen im Laufe der Saison mit hochkarätigen Gästen, wie z.B. Gründungs-GMD und Ehrendirigent Johannes Wildner im 4. Sinfoniekonzert oder Star-Pianist Martin Stadtfeld im 9. Sinfoniekonzert.

2014

Stabwechsel - die zweite: Im Sommer 2014 wird der gebürtige Gelsenkirchener Rasmus Baumann, bisher Chefdirigent des Musiktheaters im Revier, neuer Generalmusikdirektor des Orchesters.

2013

Partner der Stars: Die Neue Philharmonie Westfalen hat sich zunehmend als Tourneepartner für Solisten von Weltruhm etabliert: Konzerten mit Lucia Aliberti, Elīna Garanča, Lang Lang, Herbie Hancock, Edita Gruberova oder Vittorio Grigolo folgte im Jahr 2012 eine Tournee mit Anna Netrebko, Ramón Vargas und Erwin Schrott nach Münster, Mannheim und Wiesbaden. Im Herbst 2013 konzertierte das Landesorchester mit der rumänischen Star-Sopranistin Angela Gheorghiu in der Alten Oper Frankfurt am Main sowie der Laeiszhalle Hamburg.

2010

Botschafter für Kultur: Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt, und die Neue Philharmonie Westfalen ist Teil davon: Ob im Rahmen der Gelsenkirchener Eröffnungsfeier, der Local Heroes-Wochen, von "das henze-projekt", "!SING Sinfonie der Tausend" oder der Internetoper des Musiktheaters im Revier - die NPW ist im Programm von RUHR.2010 vielschichtig vertreten und wird zum kulturellen Botschafter der Region über die Grenzen des Ruhrgebiets hinaus.

2008

Bildschirm: Im Dezember 2008 und auch ein Jahr darauf gestaltet die Neue Philharmonie Westfalen das Adventskonzert des NRW-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, das live aus der Soester Wiesenkirche im WDR-Fernsehen übertragen wird.

2007

Stabwechsel: Mit Beginn der Spielzeit 2007_2008 wird der Mecklenburger Heiko Mathias Förster neuer Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen.

Orchesterpatenschaft: Im Rahmen des Tages der offenen Tür der NPW wird die schon jahrelang bestehende Partnerschaft mit dem Jugendsinfonieorchester Recklinghausen (JSO) zur offiziellen Patenschaft. Während eines Festaktes wird das Landesorchester zum „tutti-pro Orchesterpaten“ des JSO sowie der Mini-Sinfos Recklinghausen/Herten ernannt. Mit einem gemeinsamen kleinen Konzert, bei welchem JSO- und NPW-Musiker gemeinsam an den Pulten sitzen, wird die Patenschaft offiziell eingeläutet.

2005

Neuer Konzertflügel: Im Jahr 2005 weiht die NPW am Tag der Deutschen Einheit mit einem Festkonzert den durch den Verein der Freunde und Förderer angeschafften Steinway-Konzertflügel ein. Die brasilianische Starpianistin Cristina Ortiz „tauft“ den Flügel mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll.

2004

Nullvier: Zum 100. Geburtstag des FC Schalke 04 ist die Neue Philharmonie Westfalen Teil einer Uraufführung: Am Musiktheater im Revier feiert das Musical „nullvier – Keiner kommt an Gott vorbei“ (Musik: Enjott Schneider/Libretto: Michael Klaus) Premiere. Die musikalische Leitung hat Kai Tietje, an den Pulten sitzen die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen.

2000-2002

Beethoven-Zyklus: In den Spielzeiten 2000_2001 sowie 2001_2002 bringt die Neue Philharmonie Westfalen alle sinfonischen Werke des Bonners zur Aufführung. Ein wahrer Marathon beendet den Zyklus im Juni 2002: Vor 2.500 Zuhörern interpretiert das Landesorchester mit Christoph Berner als Solist alle fünf Klavierkonzerte Beethovens auf dem Marktplatz in Unna.

2001

Das größte Opernhaus Europas: Bei der Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Aida“ unter GMD Johannes Wildner in der ausverkauften „Arena AufSchalke“ in Gelsenkirchen musiziert das noch junge Orchester vor rund 53.000 Zuschauern. Zwei Jahre später begleitet die NPW an gleicher Stelle Georges Bizets „Carmen“.

2000

Trip to Asia: Die Neue Philharmonie Westfalen feiert ihr außereuropäisches Debüt und folgt einer Einladung zum „Beijing- Festival“ in Chinas Hauptstadt. Unter der Leitung des Komponisten wird das Werk „Seven Gates of Jerusalem“ von Krzysztof Penderecki aufgeführt.

1998

Rekordverdächtig: Im September des Jahres musiziert die Neue Philharmonie Westfalen im Wetterschacht Romberg der Zeche Haus Aden in Werne-Langern in 980 Meter Tiefe die „Haffner-Serenade“ von Mozart. Hierfür erhält das Orchester einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für das "tiefste Konzert der Welt".

1996

Orchestergründung: Fusion des Philharmonischen Orchesters der Stadt Gelsenkirchen und des Westfälischen Sinfonieorchesters Recklinghausen zur Neuen Philharmonie Westfalen. Erster Generalmusikdirektor ist der österreichische Dirigent Johannes Wildner.