"Der Zauberlehrling" von Paul Dukas

Der französische Komponist Paul Dukas hat 1897 ein Scherzo für Orchester komponiert, das sich sehr eng an die literarische Vorlage von Goethes "Der Zauberlehrling" hält.

Der Zauberlehrling nutzt die Abwesenheit des Meisters, um an einem Besen einen Zauberspruch auszuprobieren, der ihm das lästige Wasserholen abnehmen soll. Tatsächlich funktioniert alles ganz hervorragend, bis eine große Überschwemmung eintritt, da der Besen gar nicht mehr aufhört, Wasser zu holen...

So wie in Goethes Text aus dem harmlosen Streich des Zauberlehrlings ein lebensbedrohliches Chaos entsteht, wird aus dem munteren Scherzo, das die ulkige Klangfarbe des Fagotts in den Vordergrund stellt, durch immer größere Virtuosität und Vielstimmigkeit des Orchesters eine Darstellung des völligen Durcheinanders und der absoluten Hilflosigkeit.

In 12 Konzerten in Recklinghausen und Gelsenkirchen konnten die Kinder den Klangzauberkünsten von Paul Dukas nachspüren und genau hören, wie er die Zauberatmosphäre des Anfangs entstehen lässt oder welch strenge Ordnung noch dem größten Chaos der Klanggewalten im Orchester zugrunde liegen.