Herbstkonzert "Die Mittagshexe"

Ein Gruselmärchen für Kinder von Antonín Dvorák

Die Mittagshexe ist eines der späten Orchesterwerke Antonín Dvoráks, die nach einer Ballade des tschechischen Dichters Karel Jaromír Erben geschrieben wurde. In "die Mittagshexe" wird die Geschichte der Märchenballade ausschließlich mit musikalischen Mitteln erzählt. Das Stück beginnt mit einer Schilderung der heilen Welt zu Hause: Die Mutter ist am Vormittag mit dem Kind allein. Da dem Kind langweilig ist oder es etwas Süßes möchte, fängt es an zu quengeln. Im Orchester hört man die Oboe dissonante Töne dazwischenspielen. Die Mutter gerät mit stampfenden Rhythmen in Wut und droht dem Kind mit der Mittagshexe. Und wie groß ist ihr Schrecken als diese nun tatsächlich erscheint: Wie in einem Nebel schleicht sie mit fremden harmonischen Fortschreitungen herbei. Alles Flehen der Mutter hilft nichts: Die Mittagshexe, einmal herbeigerufen, lässt sich nicht mehr abweisen und fordert mit einer unheimlichen Bass-Klarinettenmelodie das Kind. Sie nimmt das Kind in einem Hexenritt zu einem wilden Orchesterstück mit sich, und die Mutter fällt in Ohnmacht...