"Findefuchs" von Leos Janácek

Ein kleiner Fuchs liegt im Gebüsch. Seine Mutter ist tot, der Jäger hat sie erschossen. Auf der Suche nach Nahrung für ihre eigenen Kinder hört eine Füchsin den verlassenen Fuchs winseln. Sie wärmt ihn, lässt ihn trinken und gibt ihm den Namen "Findefuchs". Sie nimmt ihn hoch und trägt ihn zu ihrer Höhle. Als sie wenig später den Findefuchs einer spottenden Nachbarin zeigen will, kann sie ihn nicht mehr von den eigenen Kindern unterscheiden. "Ich habe sie alle vier gleich lieb, und darauf kommt es an", sagt sie am Ende. Und das ist auch die Botschaft dieser Geschichte: Liebe hat eine grenzenlos heilende Kraft, sie spendet Leben.

In einer Bearbeitung von Leos Janáceks Oper "Das schlaue Füchslein" findet diese Musik für großes Orchester mit Irina Korschunows Kinderbuch-Bestseller "Findefuchs" zusammen. Gelesen wird der Text in den Konzerten von der Autorin selbst, die zum ersten Mal mit einem Sinfonieorchester auftritt. Das Stück wurde 1999 das erste Mal und mit großem Erfolg in Recklinghausen aufgeführt.

Hörbeispiel:

(Ausschnitt: "Kampf mit dem Dachs")