NPW Backstage - der aktuelle Clip im April - 8. Sinfoniekonzert

8. Sinfoniekonzert Lateinamerika

Tango und Samba, Milonga und Malambo - an lateinamerikanisches Flair ist ohne temperamentvolle Tänze nicht zu denken. Rasmus Baumann nimmt das Publikum mit auf die Reise nach Kuba, Mexiko und Argentinien. Aaron Copland und George Gershwin waren zwar New Yorker, aber sie haben mit "El Salón México" und der "Cuban Overture" Prototypen der Latinoklassik geschaffen - und kannten keine Mauern zwischen Nord- und Südamerika. Astor Piazzolla holte den Tango aus der Schmuddelecke, indem er ihn durch Impulse aus Klassik, Pop und Jazz für ein breites Publikum zugänglich machte. Sein Bandoneonkonzert von 1979 stellt die melancholische Quetschkommode - die übrigens ein gewisser Herr Band aus Krefeld erfand - in einer sinnlichen Synthese aus Gauchofeuer und Neoklassizismus vor. Daniel Binelli war bereits in der Saison 2014_2015 als Komponist und Interpret bei der Neuen Philharmonie Westfalen zu Gast. Er musizierte noch selbst mit Astor Piazzolla, ein authentischerer Interpret lässt sich also nicht denken. Piazzollas Lehrer, der Argentinier Alberto Ginastera, ist der vielleicht vielseitigste Komponist Südamerikas. Aus seiner "folkloristischen" Phase heizt die Ballettmusik "Estancia" ordentlich ein. Und der Mexikaner Arturo Márquez landete mit "Danzón Nr. 2" einen eleganten und unwiderstehlichen Hit. Eine Rhythmusoffensive, die auch den gemütlichsten Europäer aus dem Sessel reißt!

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