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1. Sinfoniekonzert


1. Sinfoniekonzert

Sonntag, 11. September 2011, 19:30 Uhr

Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus

Montag, 12. September 2011, 19:30 Uhr

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus

Dienstag, 13. September 2011, 19:30 Uhr

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus

Mittwoch, 14. September 2011, 19:30 Uhr

Kamen, Konzertaula


Programm

Mili A. Balakirew
"Islamey" Orientalische Phantasie (in der Orchesterfassung von Sergej Liapunow)

Sergej Rachmaninow
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30

Peter I. Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Mitwirkende

Joseph Moog, Klavier

Leitung

Heiko Mathias Förster

Die Epoche der Romantik erwies sich in Russland als ungemein fruchtbar und vielseitig; aus der heftig geführten Kontroverse um eine zu findende Nationalmusik entstand eine Vielzahl von unterschiedlichen Werken. Trotz aller künstlerischen Differenzen waren Mili Balakirew und Peter Tschaikowsky befreundet. Im August 1869 saßen sie einträchtig am Klavier und spielten Balakirews neueste Komposition, "Ismaley", durch. Der Titel geht auf einen kabardischer Tanz zurück, den Balakirew auf einer Reise in den Nordkaukasus notiert hatte. Wegen der außerordentlichen Virtuosität erreichte das Klavierstück schnell eine ungemeine Popularität.
Virtuos war auch Sergej Rachmaninow, den seine Zeitgenossen vor allem als Pianisten schätzten. Dass er, als erklärter Nachfolger von Tschaikowsky und "letzter Romantiker" Russlands, in seinen Kompositionen an Tonalität und emotionsgeladener Emphase festhielt, nahmen ihm viele Kritiker - nicht aber das Publikum - übel. Auch in seinem dritten Klavierkonzert vereint er schlichte Melodik mit geradezu rauschhaften Klangexzessen.
Der wichtigste Komponist der russischen Romantik ist zweifelsohne Peter Tschaikowsky. Im Gegensatz zu Balakirew setzte er auf die Verschmelzung von westeuropäischer Tradition mit russischen Elementen. Die vierte, sogenannte "Schicksals-Sinfonie", ist ein Schlüsselwerk des Komponisten. Zeitgleich mit "Eugen Onegin" entstanden, zeigte sich Tschaikowsky nicht nur der Gattung Sinfonie endgültig gewachsen, sondern es gelang ihm mit diesem Werk auch eine ergreifende "musikalische Lebensbeichte".

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