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3.2 Sinfoniekonzert


3.2 Sinfoniekonzert

Sonntag, 20. November 2011, 19:30 Uhr

Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus

Montag, 21. November 2011, 19:30 Uhr

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus

Dienstag, 22. November 2011, 19:30 Uhr

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus


Programm

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 6 a-Moll


Leitung

Rasmus Baumann

Man benutzt gern Superlative, um sie zu beschreiben: Sie sei Mahlers radikalste Sinfonie, seine persönlichste, seine modernste, seine realistischste oder seine aggressivste. Sie sei eine große Herausforderung für Publikum und Musiker gleichermaßen, nicht zuletzt wegen ihrer monumentalen Orchesterbesetzung und düsteren Grundstimmung. Mahlers Sechste ist vor allem aber ein großartiges Stück Musik, faszinierend vom ersten "Allegro energico" bis zum letzten "piano pizzicato".
"Meine sechste Sinfonie ist fertig - ich auch.", schrieb Gustav Mahler im September 1904 an den Freund und Physiker Arnold Berliner. Angesichts der Monumentalität des Werkes scheint Mahlers Erschöpfung durchaus nachvollziehbar. Es sind jedoch nicht so sehr die Größe der Besetzung oder der Umfang der knapp eineinhalbstündigen Sinfonie, die das Werk zu einem der faszinierendsten des Komponisten machen. Es ist vielmehr der innere Gehalt, das Thema dieser Sinfonie, das den Zuhörer in seinen Bann schlägt und zu dem Beinamen "Tragische" geführt hat: Das Werk ist geprägt von einer ruhelosen - bisweilen aggressiven, bisweilen resignativen - Getriebenheit, einem Streben nach Harmonie, das gleichwohl zum Scheitern verurteilt scheint. Die Sehnsucht nach einem utopischen Zustand und das Leiden an der Wirklichkeit ziehen sich durch Mahlers gesamtes Werk. In seiner sechsten Sinfonie erfährt dieses urromantische Motiv eine seiner schmerzlichsten Ausprägungen.

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