4.2 Sinfoniekonzert
Montag, 05. Dezember 2011, 19:30 Uhr
Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes HausDienstag, 06. Dezember 2011, 19:30 Uhr
Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes HausMittwoch, 07. Dezember 2011, 19:30 Uhr
Kamen, KonzertaulaProgramm
Ludwig van BeethovenKonzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Antonín Dvorák
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70
Mitwirkende
Natasha Korsakova, ViolineLeitung
Heiko Mathias FörsterEs war Felix Mendelssohn Bartholdy, der Ludwig van Beethovens einzigem Konzert für Violine nach der enttäuschenden Uraufführung eine zweite Chance gab: Er setzte es rund 40 Jahre später auf das Programm seiner Londoner Konzerte. Dem Reichtum der melodischen Einfälle im eröffnenden Allegro, dem zarten und innigen Ton des Variationssatzes und schließlich dem virtuosen Rondo-Finale, in dem der Solist mit technischen Raffinessen glänzen darf, konnte sich das Publikum nun doch nicht mehr entziehen.
London war auch der Ausgangspunkt für den Erfolg der siebten Sinfonie Antonín Dvoráks. Sie war ein Auftragswerk der Philharmonic Society, und Dvorák hatte die Gelegenheit nur allzu gern genutzt, dem brodelnden Nationalitätenstreit in seinem Heimatland zu entkommen. Er wollte Werke schreiben, die internationalen Ansprüchen genügten, und nicht ständig auf seine tschechische Herkunft reduziert werden. Mit seiner siebten Sinfonie ist ihm dies zweifelsohne gelungen, ein Werk voll klanglicher Intensität, farbenprächtigem Pathos - und wenig volksliedhaften Einsprengseln.
Natasha Korsakova, deren Spiel die FAZ als „sündhaft schönes Hörerlebnis“ bezeichnete, konnte als Solistin für dieses Konzert gewonnen werden. Die junge Violinistin gastiert bei internationalen Festivals und renommierten Orchestern und ist mit Beethovens Violinkonzert bei der Neuen Philharmonie Westfalen zu hören.
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