8. Sinfoniekonzert
Sonntag, 15. April 2012, 19:30 Uhr
Recklinghausen, RuhrfestspielhausMontag, 16. April 2012, 19:30 Uhr
Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes HausDienstag, 17. April 2012, 19:30 Uhr
Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes HausMittwoch, 18. April 2012, 19:30 Uhr
Kamen, KonzertaulaProgramm
Camille Saint-SaënsKonzert für Violine und Orchester Nr. 3 h-Moll op. 61
Jules Massenet
"Meditation" aus der Oper Thais
César Franck
Sinfonie d-Moll
Mitwirkende
Sergej Dogadin, ViolineLeitung
Ken-David Masur1871 wurde in Paris die "Société National de Musique" aus der Taufe gehoben. Zu ihren Gründungsvätern gehörten u.a. Camille Saint-Saëns, César Franck und Jules Massenet. Sie alle hatten sich vorgenommen, der Dominanz der deutschen Instrumentalmusik in französischen Konzertsälen ein Ende zu setzen.
Saint-Saëns hinterließ eine Fülle von Werken, von denen sich viele bis heute im Konzertrepertoire behaupten konnten. Dazu zählt auch sein drittes Konzert für Violine und Orchester, in dem es ihm gelingt, das typische Virtuosenkonzert der Romantik mit sinfonischen Ansprüchen zu verbinden.
Die Oper wurde ebenfalls von ausländischen Klängen dominiert, womit Jules Massenet zu kämpfen hatte. Seine Oper "Thaïs" konnte sich international nicht durchsetzen. Ein instrumentales Zwischenspiel daraus ist heute allerdings immer noch populär: Die "Méditation" schildert die Wandlung der Kurtisane Thaïs zur Heiligen.
Mit sinfonischer Musik beschäftigte sich dagegen César Franck. Seine dreisätzige Sinfonie fasziniert durch reiche Harmonik, eingängige Themen und einer farbenreichen Instrumentation. Vor allem aber begeistert Francks Fähigkeit, aus einem einzigen Motiv und seinen Variationen ein derart abwechslungsreiches und zugleich geschlossenes Werk zu schaffen.
"Der bloße Name eines französischen Komponisten auf einem Konzertprogramm", erinnert sich Saint-Saëns später, genügte, "um das Publikum in die Flucht zu schlagen." Dass dem heute nicht mehr so ist, ist sicherlich auch dem unermüdlichen Einsatz von Saint-Saëns und dem seiner Kollegen zu verdanken, vor allem aber der Qualität ihrer Musik.
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