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9. Sinfoniekonzert


9. Sinfoniekonzert

Sonntag, 17. Juni 2012, 19:30 Uhr

Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus

Montag, 18. Juni 2012, 19:30 Uhr

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus

Dienstag, 19. Juni 2012, 19:30 Uhr

Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus

Mittwoch, 20. Juni 2012, 19:30 Uhr

Kamen, Konzertaula

Freitag, 22. Juni 2012, 20:00 Uhr

Tongeren, Basilika


Programm

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

Anton Bruckner
"Te Deum" WAB 45 für Soli, Chor und Orchester

Mitwirkende

Petra Schmidt, Sopran
Anna Agathonos, Alt
Felipe Rojas, Tenor
Jacek Janiszewski, Bass
Städtischer Musikverein Gelsenkirchen
Städtischer Chor Recklinghausen
Oratorienchor der Stadt Kamen
Chor der Konzertgesellschaft Schwerte

Leitung

Heiko Mathias Förster

Sie sollte die Krönung seines Schaffens werden, seine letzte, seine neunte Sinfonie. Seit 1887 beschäftigte sich Anton Bruckner mit ihr, unterbrochen durch diverse Auftragskompositionen, Revisionen, Schaffenskrisen und gesundheitliche Schwächephasen. Als er im Oktober 1896 verstarb, hatte er die ersten drei Sätze vollendet, der vierte aber lag nur als Skizze vor.
Auch ohne Finale ist die neunte Sinfonie von Anton Bruckner ein beeindruckendes und berührendes Vermächtnis eines Komponisten, der als Dorfschullehrer begann und sich erst zögernd, dann aber gründlich seiner Berufung als Komponist stellte. In seinem letzten Werk fließen all seine kompositorischen Eigenarten zusammen. Doch Bruckners "Neunte" ist nicht nur Kulminationspunkt seiner eigenen kompositorischen Errungenschaften, er nimmt in ihr auch bereits musikalische Entwicklungen des 20. Jahrhunderts vorweg.
Noch auf dem Sterbebett arbeitete Bruckner an dem Finale der Sinfonie. Nach seinem Tod verschwanden viele der Skizzenblätter durch skrupellose Nachlassjäger, so dass eine vollständige Rekonstruktion seines letzten musikalischen Willens nicht mehr möglich ist.
Vorausschauend soll Bruckner für den Fall, dass er den letzten Satz nicht fertigstellen könne, sein "Te Deum" als Finale vorgeschlagen haben. Uraufgeführt 1885 gilt es als eines der wichtigsten Chorwerke seiner Zeit, und auch der Komponist selbst bezeichnete es zufrieden als "Stolz seines Lebens". Als Finale seiner letzten Sinfonie mag es nur ein Behelf sein, als eigenständiges Werk jedoch ist es ein großartiges Stück Chorliteratur.

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