Neue Philharmonie Westfalen trauert um ehemaligen Konzertmeister András Agoston


András Agoston, Violinvirtuose, Hochschulprofessor, Konzertmeister und Philanthrop, der von seinen Kollegen und Freunden liebevoll „Bandi“ genannt wurde, ist vor wenigen Tagen im Alter von 74 Jahren in seiner ungarischen Wahlheimat verstorben.

1947 geboren in Cluj-Napoca (Klausenburg), als Nachkomme einer großen, in Rumänien ansässigen ungarischen Minderheit, machte der junge hochbegabte Ausnahmegeiger schnell mit künstlerischen Erfolgen auf sich aufmerksam. András Agoston gewann viele 1. Preise bei internationalen Violinwettbewerben wie dem David-Oistrach-Wettbewerb in Wien sowie beim internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau 1972.

Eine rege Konzerttätigkeit auf den Podien der großen internationalen Konzerthäuser schloss sich an, bis „Bandi“, dem politischen Druck nicht mehr standhaltend, 1991 Rumänien verließ, um in Marl die renommierte Philharmonia Hungarica als Konzertmeister anzuführen. Nach der Abwicklung des aus ungarischen Exil-Musikern bestehenden Orchesters fand Agoston eine neue musikalische Wirkungsstätte als erster Konzertmeister bei der Neuen Philharmonie Westfalen in Recklinghausen.

2012 verabschiedete sich der von allen Seiten hochgeschätzte Freund und Kollege in den Ruhestand und verwirklichte sich seinen lang gehegten Traum vom eigenen Weingut am ungarischen Plattensee.

András Agoston war vielen Kolleginnen und Kollegen aus den Reihen der Neuen Philharmonie Westfalen sowie der Philharmonia Hungarica bis zu seinem viel zu frühen Tod noch eng verbunden – wir werden ihn sehr vermissen!

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