Neue CD-Einspielung „Astor Piazzolla: Tango Nuevo – eine sinfonische Hommage“


Möglicherweise wäre Astor Piazzolla selbst erstaunt gewesen über seine ungebrochene Beliebtheit: Zu seinem 100. Geburtstag am 11. März 2021 erwiesen ihm Orchester, Bands und Ensembles rund um den Globus die Ehre. Auch die Neue Philharmonie Westfalen und ihr Generalmusikdirektor Rasmus Baumann fühlen sich der einzigartigen Musik des Tangokönigs verbunden. Und für die neue CD-Einspielung „Astor Piazzolla: Tango Nuevo – eine sinfonische Hommage“, die pünktlich zu Saisonbeginn erschienen ist, konnten sie mit Lothar Hensel einen ausgewiesenen Bandoneon-Spezialisten gewinnen.

 

Das Instrument verkörpert wie kein anderes den typischen Piazzolla-Sound. Piazzollas Wurzeln lagen in Europa. Der Sohn eines nach Argentinien ausgewanderten italienischen Friseurs erlernte das Bandoneon eher widerwillig. Erst als 15-Jähriger wurde bei ihm die Tangomanie entfacht, doch er träumte weiterhin von einer Karriere als seriöser Komponist. Bei dem Argentinier Alberto Ginastera studierte er schließlich die Verschmelzung von südamerikanischer und europäischer Musik.

So ist die Sinfonietta von 1953 noch unverkennbar von den damals tonangebenden „Göttern“ Béla Bartók und Igor Strawinsky beeinflusst, woraufhin Piazzolla sich, noch ohne seine spätere unverwechselbare Handschrift, einen nationalen Kritikerpreis sicherte.

„Adios Nonino“ ist in diesem Arrangement eine Ersteinspielung. Piazzollas Freund José Bragato, der ihm als Cellist und Kopist seiner Werke verbunden war, hinterließ eine Version für Bandoneon und Streichorchester. Lothar Hensel erinnerte sich an eine Kopie des Manuskripts in seinem Besitz und stellte eine spielbare Fassung her.

Eine Liebeserklärung an die argentinische Hauptstadt komponierte Piazzolla mit „Tangazo“, im Untertitel „Variationen über Buenos Aires“. Nach einem geheimnisvollen chromatischen Murmeln der Bässe schwingt sich eine intensive, in ihrer Traurigkeit grandiose Melodie auf. Und erst nachdem sich dieser Vorhang geöffnet hat, springen die eckigen, abgerissenen Rhythmen wie ein Klappmesser auf und führen uns in die Tangolokale der Hafenmetropole.

Mit „Die Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ gelang Piazzolla ein besonderer Erfolg. Den vielen kulturellen Einflüssen der Hafen- und Einwandererstadt setzt dieses Werk ein Denkmal. Der Titel spielt natürlich auf Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ an, und barocke Einflüsse wie Fugen und motorische Motive mischen sich in die eleganten und melancholischen Tangomelodien.

„Oblivion“ ist einer der berühmtesten Tangos von Piazzolla. Der sinnliche Strom der Melodie, die synkopischen Rhythmen und die emotionale Weite bringen die unwiderstehlichen Merkmale seines Stils auf den Punkt. Für diese CD wählte Rasmus Baumann ein Arrangement des venezolanischen Dirigenten Eduardo Marturet aus.

 

Die CD kostet 15 Euro (zzgl. 2 Euro Porto und Verpackung) und kann ab sofort bei der Neuen Philharmonie Westfalen bestellt werden.

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Infos zum Bestellvorgang:

Bestellen können Sie die CD per E-Mail an sekretariat@neue-philharmonie-westfalen.de unter Angabe Ihrer Adresse und der gewünschten Stückzahl.

Ihre Bestellung wird spätestens 2 Werktage nach Eingang verschickt – eine Rechnung liegt der CD bei.

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