Julian Steckel

1982 geboren und in einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen, begann Julian Steckel im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel. Nach Unterricht bei Ulrich Voss studierte er bei Gustav Rivinius, Boris Pergamenschikow, Heinrich Schiff und Antje Weithaas.

Seit dem Gewinn des ersten Preises beim Internationalen ARD-Wettbewerb 2010, bei welchem er zusätzlich den Publikumspreis, den Oehms-Classics-Sonderpreis sowie den Sonderpreis des Münchner Kammerorchesters erhielt, gehört Julian Steckel zu den international gefragtesten Cellisten. Bereits zuvor war er Preisträger wichtiger internationaler Wettbewerbe wie Paris (Grand Prix Rostropowitsch), Berlin (Grand Prix Feuermann) und Kronberg (Pablo Casals Competition).

2012 erhält Julian Steckel den begehrten ECHO Klassik für seine Einspielung bei AVI music mit der Rheinischen Philharmonie Koblenz unter Daniel Raiskin. Die Aufnahme umfasst die Cellokonzerte von Korngold und Goldschmidt sowie Blochs „Schelomo“ und verknüpft damit drei Kompositionen, die eng mit dem Schicksal des jüdischen Volkes im 20. Jahrhundert verbunden sind.

Neben dem als Referenzaufnahme gefeierten Mendelssohn-Album (2009) mit seinem Klavierpartner Paul Rivinius und der CD „French Cello Sonatas“ (2011) mit Werken von Poulenc, Saint-Saëns, Fauré, Debussy und Boulanger, die ebenfalls international ausgezeichnet wurde, liegen Aufnahmen für EMI und Hänssler Classics vor. Im März 2013 erscheint bei Oehms Classics eine Aufnahme russischer Cellosonaten.

Seit seinen Wettbewerbserfolgen konzertierte er mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Royal Philharmonic Orchestra London, den Rundfunksinfonieorchestern Berlin, Stuttgart, Saarbrücken, Kopenhagen und Warschau, dem Orchestre de Paris, der Kremerata Baltica, den St. Petersburger Philharmonikern, dem Bayerischen Nationalorchester, dem Franz-Liszt Kammerorchester Budapest und dem Zürcher, Stuttgarter und Wiener Kammerorchester unter Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Mario Venzago, Christopher Hogwood, Heinrich Schiff, Andrey Boreyko, John Storgards, Daniel Raiskin, Andrew Litton, Lan Shui und Michael Sanderling.

Seine Auftritte führten ihn in die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, den Herkulessaal, das Nationaltheater und die Philharmonie am Gasteig in München, in die Laeiszhalle Hamburg, die Cadogan Hall London, den Salle Pleyel und das Théâtre du Châtelet Paris, in die Tonhalle Zürich, das KKL Luzern, das Concertgebouw Amsterdam, das Konzerthaus Wien und das Seoul Arts Center.

Neben der solistischen Tätigkeit gilt Julian Steckels Passion der Kammermusik. An der Seite von Musikern wie Janine Jansen, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Veronika Eberle, Menahem Pressler, Elisabeth Leonskaja, Lars Vogt, Alexander Lonquich, sowie dem Quatuor Ebène, dem Vogler und dem Guarneri Quartett konzertierte er bei Festivals wie „Spannungen“ Heimbach, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Ludwigsburg, Moritzburg, Bonn, Schwetzingen, Zermatt, Mondsee, Luzern und Menton.

Highlights der Saison bilden Konzerte mit dem Konzerthaus Orchester Berlin unter Gilbert Varga, dem Royal Philharmonic Orchestra unter Gregorz Nowak, den Düsseldorfer Symphonikern unter Daniel Raiskin sowie dem Basler Symphonieorchester, dem Orchestra della Fondazione Arena di Verona und den Münchner Symphonikern. Zu Gast ist er bei Festivals wie dem Luzern Festival, dem Bukarest Radio Festival “RadiRo”, dem Utrecht Kammermusikfestival, dem Rheingau Musikfestival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival sowie dem Mosel Musikfestival.

Seit dem Sommersemester 2011 unterrichtet er als Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

Julian Steckel spielt ein Instrument von Urs W. Mächler (Speyer 2005).