Generalmusikdirektor Rasmus Baumann

Rasmus Baumann ist seit der Saison 2014/15 Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen (NPW). Seit Beginn seiner Amtszeit hat er das Repertoire des Orchesters in viele Richtungen erweitert: neben neuen Konzertreihen wie „NPW Barock“ oder der „Klassik Dialoge“ spielt die NPW nun Crossover- und Familienkonzerte im gesamten Trägergebiet. Zudem wurde der Sinfoniekonzert-Zyklus neu konzipiert. Auch die Produktion von CDs ist ihm bis heute ein großes Anliegen – mit den bisherigen Einspielungen gemeinsam mit der NPW wird auch hier ein breites Repertoire von argentinischen Rhythmen bis hin zu Neuer Musik abgedeckt. Somit bestätigt er weiterhin seinen Ruf als „Orchesterchef auf der Höhe der Zeit, der detailgetreue Akribie mit kontrollierter Leidenschaft vereint“ (Recklinghäuser Zeitung).

Portrait GMD Rasmus Baumann

Nicht nur mit der Neuen Philharmonie Westfalen auf Erfolgsspur

In den vergangenen Spielzeiten war und ist er Gast diverser renommierter Orchester wie z.B. des London Symphony Orchestra, der Stuttgarter und Duisburger Philharmoniker, der Hamburger und Nürnberger Symphoniker, der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, der Staatskapelle Weimar, der NDR Radiophilharmonie, den Rundfunkorchestern des BR und WDR und den Orchestern in Kiel, Mainz, Oldenburg, Bochum oder Wiesbaden, um nur einige zu nennen. Er dirigierte an den Opernhäusern in Frankfurt, Köln, Karlsruhe, der Komischen Oper Berlin und der Hamburgischen Staatsoper, zahlreiche sofortige und mehrfache Wiedereinladungen zeugen von seiner kompetenten Arbeit.

Auch der Nachwuchs liegt ihm am Herzen

Als ehemaliger Stipendiat des Dirigentenforums, dem bundesweiten Förderprogramm des Deutschen Musikrates für den dirigentischen Spitzennachwuchs, dessen Sonderpreis er 2009 gewann, engagiert sich Baumann in der Ausbildung des musikalischen Nachwuchses: er leitet u.a. Meisterkurse des Dirigentenforums und engagiert sich mit der Neuen Philharmonie Westfalen im Rahmen zahlreicher Kooperationen mit Musikhochschulen in ganz Deutschland zur Förderung von Nachwuchstalenten. 2019 wurde er auf eine Professur für die künstlerische Leitung des Hochschulsinfonieorchesters (HSO) und der Dirigierklasse an die HMDK Stuttgart berufen.

Back to the roots

Geboren in Gelsenkirchen und aufgewachsen in Gladbeck, bekam Rasmus Baumann bereits in frühester Kindheit Musikunterricht, der mit 17 Jahren in seine ersten Dirigierstunden mündete. Schnell stand daraufhin fest, dass Dirigent nun das Berufsziel war. Nach Studien in Essen (Klavier), Frankfurt (Dirigieren) und Bochum (Kirchenmusik) folgten erste Engagements am Aalto-Theater Essen als Solorepetitor und 2. Kapellmeister und dann am Staatstheater Kassel als stellvertretender GMD und 1. Kapellmeister. 2008 kehrte Baumann als Chefdirigent des Musiktheaters im Revier ins Ruhrgebiet zurück und die Zusammenarbeit mit der Neuen Philharmonie Westfalen begann.

Von Barock, über eigene Kompositionen bis hin zum Jazz

Neben seiner klassischen Kapellmeisterlaufbahn, wie sie heute nur noch wenige Dirigenten absolvieren, war er in den unterschiedlichsten musikalischen Bereichen aktiv: Er arbeitete als Jazz-Pianist, schrieb Klavierauszüge für den renommierten Bärenreiter-Verlag, komponierte das Motto-Lied für den !Sing – Day of Song 2014 und entwickelte ein Faible für historisch informierte Aufführungspraxis. Darüber hinaus leitet Baumann regelmäßig Uraufführungen, moderiert Konzerte und entwickelt neue Aufführungsformate und -konzepte.

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