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Aufführungen im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen finden Sie unter www.musiktheater-im-revier.de

Das Rheingold

Oper von Richard Wagner

In „Rheingold“, Richard Wagners großem Vorspiel zu seiner Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“, steht am Anfang ein Verbrechen gegen die Natur. Das Gold am Grunde des Rheins, das dort seit undenklichen Zeiten seinen Platz hatte, wird geraubt. Alberich, abgewiesen von den Rheintöchtern, erkennt das Geheimnis von Reichtum und Macht: Wer Besitz über die Liebe stellt, wer auf die Liebe zugunsten des Besitzes verzichtet und sich rücksichtslos an der Natur vergreift, kann ein mächtiger Mann werden. Ein aus dem Gold geschmiedeter Ring wird fortan zum Objekt der Begierde, dem sich nicht einmal Göttervater Wotan entziehen kann. Um seinen Herrschaftsanspruch zu untermauern, ließ sich Wotan von den Riesen eine neue Burg bauen, für die er sogar bereit ist, die Göttin der Jugend zu verpfänden. Jetzt, wo die Riesen ihren Lohn fordern, muss der goldene Ring her - koste es, was es wolle. Doch der Ring, den Alberich an Wotan, und Wotan an die Riesen verliert, ist verflucht.

1854, als Richard Wagner an der Partitur zu „Rheingold“ arbeitete, begann im Ruhrgebiet die industrielle Erschließung der natürlichen Ressourcen. In Gelsenkirchen wurden die ersten Schächte in die Erde getrieben, um das schwarze Gold in großem Stil zu heben und der Wertschöpfungskette zuzuführen. Wie das Gold vom Grunde des Rheins bedeutete die Steinkohle Segen und Fluch zugleich, da sich die Welt durch ihre Ausbeutung für immer veränderte. Zum Ende des Bergbauzeitalters an der Ruhr zeigt das MiR eine Neuinszenierung von Richard Wagners musikalischer Parabel vom Anbeginn der Dinge um Liebe und Macht.

Freitag, 24. Mai 2019,
19:30 Uhr

Gelsenkirchen
Musiktheater im Revier, Großes Haus

Programm

Richard Wagner

Rheingold

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