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Aufführungen im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen finden Sie unter www.musiktheater-im-revier.de

Die Sache Makropulos

Oper von Leos Janácek

Prag zwischen den Weltkriegen, eine mysteriöse Frau bringt die entscheidende Wendung im 100-jährigen Prozess „Gregor vs. Prus“. Die Sängerin Emilia Marty ist ein männerfressender Vamp, aber sie hat Wissen, das nur den Toten vorbehalten sein sollte: Sie nennt nicht nur den Ort, auch den Inhalt des entscheidenden Testaments kennt sie, außerdem pikante Details aus dem Liebesleben des vor 100 Jahren verstorbenen Barons, um dessen Erbe sich die Gregors und die Prus seit vier Generationen streiten. Als die Erben die Sängerin zur Rede stellen, ahnen sie nicht, dass sie keine Hochstaplerin vor sich haben, sondern den weiblichen Methusalem. Seit über drei Jahrhunderten lebt Elina Makropulos unter verschiedenen Identitäten, aber ihr bleibt nicht viel Zeit. Nur das zusammen mit dem Testament versiegelte Rezept für die Verlängerung des Lebens kann sie vor dem Tod bewahren - vorausgesetzt sie will sich erneut den Martern der Unsterblichkeit aussetzen.

Die Abschaffung des Todes ist ein Traum, der die Menschen seit Urzeiten umtreibt. Der tschechische Autor Karel Capek, Erfinder des Begriffs „Roboter“, hat in seiner Krimi-Komödie „Sache Makropulos“ die Unsterblichkeit durchgespielt und eine Figur erschaffen, die nach über 300 Jahren auf der Erde buchstäblich lebensmüde ist, aber sich dennoch vor dem Tod fürchtet. Der Komponist Leos Janácek kitzelt durch seine opulent-emotionale Musik das dramatische Potential dieser als Komödie getarnten Tragödie heraus.

Im 60. Jubiläumsjahr des Hauses kommt Dietrich W. Hilsdorf zurück ans MiR, wo er seine Laufbahn als Opernregisseur begonnen hat.

Donnerstag, 12. Dezember 2019,
19:30 Uhr

Gelsenkirchen
Musiktheater im Revier, Großes Haus

Programm

Leos Janácek

Die Sache Makropulos

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