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Aufführungen im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen finden Sie unter www.musiktheater-im-revier.de

Der Zigeunerbaron

Operette von Johann Strauß

Als Emigrant kehrt Sándor Barinkay nach langer Zeit ins heimatliche ungarische Banat zurück, aus dem seine Eltern dereinst fliehen mussten. Das Schloss seiner Eltern ist verfallen, die Ländereien hat sich inzwischen der reiche Schweinezüchter Zsúpan unter den Nagel gerissen. Nur die Zigeuner scheinen über den Besitz zu wachen, den Barinkay nun rechtmäßig wieder antritt. Der Plan, Zsupáns Tochter Arsena zu heiraten, schlägt fehl, denn zumindest ein Baron soll es für Arsena schon sein. Die Zigeunerin Czipra hilft Barinkay nicht nur den vergrabenen Schatz seiner Eltern zu finden, sondern ruft ihn zum Anführer der Zigeuner aus. Als „Zigeunerbaron“ verzichtet Barinkay nun gerne auf Arsena, zugunsten von Czipras Ziehtochter Saffi. Ein Fall für die Sittenkommission aus dem fernen Wien.

Nirgends ist die „gute alte Zeit“ der österreichischen Donaumonarchie so lebendig wie in der Operette, war doch die Idee des Reiches, dass die vielen Völker innerhalb seiner weiten Grenzen friedlich miteinander leben. Auf keiner Landkarte tauchen allerdings die ungarischen Roma auf, die seit dem Mittelalter hier heimisch und eine bedeutsame Bevölkerungsgruppe sind. Umso präsenter sind die „Zigeuner“ in Kunst und Musik. In Johann Strauß' Operette „Der Zigeunerbaron“, die eigentlich eine Oper hätte werden sollen, sind sie nicht nur ein unverzichtbarer Teil des Landes, sondern auch weise, tapfer und treu - sehr im Gegensatz zu allen anderen Personen. Mit „Der Zigeunerbaron“ hat der Walzerkönig Johann Strauß endgültig die Wiener Salonoperette hinter sich gelassen und neuen Themen zugewandt. In letzter Zeit ist es ruhig geworden um Strauß' zu Lebzeiten legendärsten Erfolg. Höchste Zeit für eine Neubegegnung!

Samstag, 6. Juni 2020,
19:30 Uhr

Gelsenkirchen
Musiktheater im Revier, Großes Haus

Programm

Johann Strauß Sohn

Zigeunerbaron

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