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Aufführungen im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen finden Sie unter www.musiktheater-im-revier.de

6. Sinfoniekonzert

Antipoden

Antipoden - Gegner mit unvereinbaren Meinungen - waren im 19. Jahrhundert die „Neudeutschen“ um Liszt und Wagner auf der einen und die „Brahminen“ auf der anderen Seite. Liszts Musik fand Clara Schumann, Brahms' Vertraute, „schauerlich“. Und der junge Brahms unterschrieb ein Manifest gegen die fortschrittliche Liszt-Partei.

Heute ist der hitzige „Krieg der Romantiker“ längst Geschichte. Mit „Les Préludes“ schuf Liszt ein Hauptwerk der Sinfonischen Dichtung, die sich bewusst von der klassischen Sinfonie abwandte und einen dichterischen Inhalt wählte. Demgegenüber hielt Brahms an der „tönend bewegten Form“ der Sinfonie ohne programmatischen Inhalt fest. Brahms' Dritte ist ein Paradebeispiel für seine kammermusikalisch verästelte Detailarbeit. Bei der Uraufführung berichteten Zeugen „von Kabalen und Intrigen der Gegenpartei, einer Störenfried-Truppe“.

Max Bruch gehörte zum Lager der Konservativen, schaute aber dennoch neidvoll auf den „Götzen“ Brahms. Trotz seiner großen Erfolge ahnte es Bruch schon: „In fünfzig Jahren wird Brahms' Glanz als der des überragendsten Komponisten aller Zeiten erstrahlen, während man sich meiner hauptsächlich nur wegen meines g-moll-Violinkonzertes erinnern wird.“ Dieses aber ist ohne Zweifel ein Meisterwerk. Die spanische Geigerin Maria Duenas ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe und Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben. Pavel Baleff, Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden, dirigiert regelmäßig an der Wiener Staatsoper und der Oper Zürich.

Mittwoch, 10. Februar 2021,
19:30 Uhr

Kamen
Konzertaula

Programm

Franz Liszt

Les Préludes

Max Bruch

Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-moll op. 26

Johannes Brahms

Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Mitwirkende

maría duenas, Violine

Leitung

Pavel Baleff

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