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Aufführungen im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen finden Sie unter www.musiktheater-im-revier.de

2. Sinfoniekonzert

d-moll

Als „schwermütig“ und „düster“, aber auch „heroisch“ wird die Tonart d-moll von den Musikgelehrten der Mozart-Zeit beschrieben. Mozart wählte sie als dämonischen Untergrund für sein Requiem und den „Don Giovanni“. Und auch in seinem Klavierkonzert Nr. 20 sorgt d-moll für große seelische Anspannung und emotionalen Hochdruck. Bei der Uraufführung dirigierte Mozart das Orchester vom Klavier aus. Ihm tut es der Österreicher Stefan Vladar gleich. Er ist nicht nur ein international gefragter Pianist, sondern außerdem Chefdirigent des Wiener Kammerorchesters.

„Schwermütig“ und „heroisch“ - diese Charakterisierungen passen perfekt zu der „Tragischen Ouvertüre“ von Brahms. In den schroffen Klippen und Kanten dieser Musik vermuteten Zeitgenossen einen Vorklang zu einer „Hamlet“- oder „Faust“-Oper.

Der finnische Komponist Jean Sibelius hätte in den langen Winternächten seiner Heimat allen Grund gehabt, eine besonders finstere d-moll-Sinfonie zu schreiben. Stattdessen überrascht seine Sechste mit Leichtigkeit und Grazie. Sie erinnert, so Sibelius, „an den Duft des ersten Schnees“. Dass sie die Vorstellungen von einem „typischen“ d-moll-Werk unterläuft, hat vielleicht auch damit zu tun, dass Sibelius über weite Strecken eine verwandte Kirchentonart, das Dorische, nutzt. Es klingt heller, leichter - eben „schneeiger“.

Montag, 15. Oktober 2018,
19:30 Uhr

Gelsenkirchen
Musiktheater im Revier, Großes Haus

Programm

Johannes Brahms

Tragische Ouvertüre d-moll op. 81

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 20 d-moll KV 466

Jean Sibelius

Sinfonie Nr. 6 d-moll op. 104

Mitwirkende

stefan vladar_Klavier

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