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Aufführungen im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen finden Sie unter www.musiktheater-im-revier.de

3. Sinfoniekonzert

Krieg und Frieden

Den Krieg nannte Leo Tolstoi „ein Ereignis, das sowohl dem menschlichen Verstand wie der menschlichen Natur durchaus zuwider ist“. In Tolstois epochalem Roman „Krieg und Frieden“ beherrscht Napoleons Russland-Feldzug das Denken und Handeln der Figuren. Auch von Beethoven sind flammende Kommentare über den rebellischen Feldherrn bekannt, aber auch tiefe Verachtung für seinen Griff nach der Kaiserkrone. Napoleons Versuch, ganz Europa zu unterwerfen, scheiterte. Der Duke of Wellington brachte ihm 1813 eine empfindliche Niederlage bei und weitere folgten. Beethoven feierte „Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria“ in einem gewaltigen Tongemälde: Das britische „Rule, Britannia!“ liefert sich mit einem französischen Lied ein musikalisch-militärisches Scharmützel. Am Schluss triumphiert „God save the King“. Bei der Uraufführung kannte die Begeisterung über das effektvolle Spektakel kein Halten mehr.

 

Für Dmitri Schostakowitsch waren die Schrecken des Krieges bittere Realität, als er 1941 und 1942 an seiner 7. Sinfonie arbeitete. Aus dem von deutschen Truppen belagerten Leningrad wurde er ausgeflogen, um das Werk vollenden zu können. Die Aufführung der „Leningrader Sinfonie“ in der völlig ausgehungerten Stadt war ein Symbol des Widerstandes, ein Fanal gegen die Barbarei der Blockade. Selbst deutsche Soldaten waren beeindruckt: „Wir sahen ein, dass es etwas gibt, das stärker ist als Hunger, Angst und Tod - nämlich der Wille, Mensch zu bleiben.“

Montag, 9. November 2020,
19:30 Uhr

Gelsenkirchen
Musiktheater

Programm

Ludwig van Beethoven

Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria op. 91

Dmitri Schostakowitsch

Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 „Leningrader“

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