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Aufführungen im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen finden Sie unter www.musiktheater-im-revier.de

5. Sinfoniekonzert

Mächtiges Häuflein?

„Mächtiges Häuflein“ und Moskauer Kreis: Im Russland des 19. Jahrhunderts standen sich zwei Richtungen gegenüber. Beide wollten eigentlich Ähnliches: die Herausbildung einer nationalen Musik. Sie sollte auf den Klang der russischen Sprache, auf volkstümliche Melodien, Sagen und Figuren zurückgehen. Mili Balakirew und Alexander Borodin gehörten zum Lager des „Mächtigen Häufleins“, auch schlicht „Die Fünf“ genannt. Sie wirkten um 1860 in St. Petersburg und revolutionierten die russische Musik, die bis dahin von deutschen, italienischen und französischen Einflüssen geprägt war. Exemplarisch fängt Borodins 2. Sinfonie das Kolorit russischer Epen und Heldenlegenden ein. Balakirews „Ouvertüre über drei russische Themen“ zitiert ein Volkslied, das später auch Tschaikowsky in seine 4. Sinfonie einbaute.

Tschaikowsky aber war das Haupt der „Gegenpartei“, der „Westler“ aus Moskau. Sein Violinkonzert verwendet ebenfalls russische Volkslieder, allerdings verfeinerter als seine Petersburger Kollegen. Uraufgeführt wurde Tschaikowskys Violinkonzert 1881 in Wien von Adolph Brodsky auf einer Stradivari-Geige - und genau dieses Instrument, „The Brodsky“ genannt, spielt heute der Solist Kirill Troussov. Als Junge von Yehudi Menuhuin gefördert, gilt Kirill Troussov mittlerweile als „Geiger von Weltklasse-Format“ (FAZ).

Montag, 21. Januar 2019,
19:30 Uhr

Gelsenkirchen
Musiktheater im Revier, Großes Haus

Programm

Mili A. Balakirew

Ouvertüre über drei russische Themen

Peter I. Tschaikowsky

Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35

Alexander Borodin

Sinfonie Nr. 2 h-moll

Mitwirkende

kirill troussov_Violine

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