Begegnung zwischen Haydn und Bach

Am Sonntag, den 29. November, um 18.00 Uhr erwartet den Zuhörer im Kleinen Haus des Musiktheaters im Revier das Sonntagskonzert "Haydn im Dialog mit 2138" unter der Leitung von Jörg Halubek, der auch den Solopart im Cembalokonzert d-moll von Johann Sebastian Bach übernehmen wird.

Mit Zahlen kannte Bach sich aus, denn er war geradezu besessen von mathematischen Ordnungen. Hinter Bachs einkomponierter Zahlensymbolik verstecken sich geheime Namen oder Bedeutungen. Ein Schlüssel für den Titel des Konzerts? Nehmen Sie die „2“ für den 2. Buchstaben des Alphabets... Die rationale Durchkonstruktion seiner Stücke verbindet sich immer mit sinnlichem Genuss. Das Cembalokonzert BWV 1052, welches beim Sonntagskonzert auf dem Programm steht, entstand für einen publikumswirksamen Anlass und wurde wohl im „Zimmermann'schen Caffeehaus“ zu Leipzig uraufgeführt.

In seinen Sinfonien verband auch Haydn aristokratische Weltgewandtheit und hohe Unterhaltungskunst. Die Sinfonie Nr. 96 trägt den Beinamen „Das Wunder“, zwar nach einer fragwürdigen Legende, aber wunderbar ist sie allemal: Die zuerst komponierte der „Londoner Sinfonien“ hat eine langsame Einleitung, die für alle vier Sätze Bedeutung hat. Höhere Mathematik!

Solist und Gastdirigent Jörg Halubek studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill. An der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich in der historischen Aufführungspraxis bei Jesper Christensen und Andrea Marcon. Er gewann als Organist den Ersten Preis des 14. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig, worauf Einladungen zu Konzerten bei bedeutenden Festivals, beispielsweise die Bachfeste in Leipzig, Salzburg, Ansbach und Ekaterinburg, folgten. Mit der Gründung des Stuttgarter Barockorchesters „Il Gusto Barocco“ im Jahr 2008 begann Halubek seine Tätigkeit als Ensembleleiter und Dirigent. Seitdem führten ihn Engagements als Dirigent u.a. an das Stuttgarter Schauspielhaus, das Staatstheater Kassel, das Oldenburgische Staatstheater und die Wuppertaler Bühnen. Zahlreiche CD-Einspielungen komplettieren sein musikalisches Schaffen.

Das Konzert wird wiederholt am Dienstag, 1. Dezember 2015, 19.30 Uhr in der Matthäuskirche Gelsenkirchen-Buer-Middelich.

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