Die Neue Philharmonie gastiert bei den Ruhrfestspielen

Eine wahrhafte „fête de la musique“ wird es in diesem Jahr auf dem grünen Hügel geben. Gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Leitung von GMD Rasmus Baumann und Weltklasse-Pianistin Lauma Skride holen die Ruhrfestspiele am 25. Mai, 18.00 Uhr Frankreich musikalisch ins Ruhrfestspielhaus. Präsentiert wird ein regelrechtes „tête-à-tête“ der Tasten: Ravel trifft auf Saint-Saëns, Klavier auf Orgel.

Am Beginn dieses Abends mit französischem Ductus steht der Pariser Jacques Ibert mit seiner Bacchanale, einem quirligen Scherzo für großes Orchester. Danach das Klavierkonzert G-Dur von Maurice Ravel, komponiert zwischen 1929 und 1931, in einer Zeit, in der der Klangmagier auf seinen Tourneen nach Paris und in die USA mit dem modernen Jazz vertraut wurde. So ist es nicht verwunderlich, dass das brillante Konzert von Jazzharmonien und -idiomen geprägt ist. Was so heiter und aufregend klingt, hat Ravel beim Komponieren jedoch erhebliche Mühe bereitet. Bei dem Zusammensetzen der einzelnen Takte, so Ravel, sei er „fast krepiert“.
Auch für Camille Saint-Saëns war das Schreiben seiner Orgelsinfonie ein Kraftakt. Anzumerken ist dies der Musik des französischen Universalgenies nicht – Saint-Saëns war Komponist, Journalist, Konzertveranstalter und Karikaturist, beschäftigte sich mit Naturwissenschaft und Philosophie. Die Sinfonie Nr. 3, die „Orgelsinfonie“, ist das sinfonische Meisterstück von Saint-Saëns, in dem die Königin der Instrumente eine zentrale Rolle spielt. Das Werk entstand 1885/86 und ist dem Andenken Franz Liszts gewidmet. „Ich habe alles gegeben, was ich zu geben vermochte“, so Saint-Saëns. Und weiter: „Ein Werk wie dieses werde ich nie wieder schreiben.“

Solistin ist die Insbesondere für ihre Interpretationen des deutschen klassischen und romantischen Repertoires geschätzte Wahl-Berlinerin Lauma Skride, die seit 2008 Trägerin des Beethoven-Ringes ist. Sie gastierte bei Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, den Hamburger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie oder dem Orquesta de Gran Canaria.

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