Dreigestirn der Wiener Klassik im MiR

Beim Sonntagskonzert am 28. Februar um 18.00 Uhr im Kleinen Haus des Musiktheaters im Revier steht „Haydn im Dialog mit seinen Erben“ im Focus. Die Neue Philharmonie Westfalen musiziert unter der Leitung von Ira Levin, der an dem Abend auch solistisch am Klavier zu erleben sein wird, Werke von Haydn, Mozart und Beethoven.

Das Dreigestirn der „Wiener Klassik": Haydn, Mozart, Beethoven: Bei Haydn laufen die Fäden zusammen, denn er kannte beide jüngere Kollegen persönlich. Zu einem Treffen zwischen Mozart und Beethoven ist es dagegen sehr wahrscheinlich nie gekommen.
Haydn lernte den 21-jährigen Beethoven auf einer Reise durch Bonn kennen: „Mozarts Geist aus Haydns Händen“ sollte er bei weiteren Studien erhalten. Beethoven sprach Haydns Unterricht zwar nicht das beste Zeugnis aus – aber ein trotziger Dickkopf war er, im Gegensatz zum stets freundlich-verbindlichen Lehrer, schon damals. Auf dem Programm steht Beethovens Ouvertüre zum Trauerspiel Coriolan, welche er dem Dichter Heinrich Joseph von Collin, mit dem ihn eine herzliche Beziehung verband, widmete.
Mit dem 24 Jahre jüngeren Mozart verband Haydn eine echte Freundschaft. Die gegenseitige Wertschätzung war enorm. Und der kompositorische Einfluss des Älteren auf den Youngster kann kaum überschätzt werden. Ohne Haydns späte „Londoner Sinfonien“, zu denen die kraftvolle Nr. 102 zählt, wäre die Geschichte dieser Gattung, zu der auch Mozarts Konzert für Klavier und Orchester Nr. 17 gehört, wohl weniger erfolgreich fortgeschrieben worden.

 

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