Eine Alpenwanderung in Recklinghausen

Im Rahmen der Ruhrfestspiele wird die Neue Philharmonie Westfalen am 26. Mai 2013 zweimal (11.00 Uhr & 15.00 Uhr) Richard Strauss‘ „Eine Alpensinfonie“ unter der Leitung von GMD Heiko Mathias Förster interpretieren.

In diesem Jahr holen die Ruhrfestspiele Recklinghausen gemeinsam mit der Neuen Philharmonie Westfalen die Alpen ins Ruhrgebiet – musikalisch und bildlich: Denn zu Richard Strauss‘ „Eine Alpensinfonie“ werden im Rahmen der Ruhrfestspiele Fotos einer beeindruckenden Bergwanderung des Münchner Bildkünstlers Tobias Melle gezeigt.
Mit seinen „Sinfonien in Bildern“ schuf Tobias Melle eine Kunstform, die er selbst als „Hörensehen“ bezeichnet: Musik in Bilder gekleidet – Bilder, die mit den sinfonischen Klängen großer Werke zu einer Einheit verschmelzen. Die Alpensinfonie von Richard Strauss ist eines der insgesamt fünf Projekte Tobias Melles, für das er die üblichen touristischen Pfade verließ und sich in eine Welt begab, deren mächtige Bilder nur zu Fuß zu erwandern sind. Überhaupt hat er, wo immer es möglich war, auf seinen Reisen auf motorisierte Fortbewegung verzichtet. Überwiegend mit dem Fahrrad oder per pedes unterwegs, suchte und fand Melle seine Motive in unmittelbarem Kontakt mit Mensch und Natur. Seine „Alpensinfonie in Bildern“, deren berauschende Impressionen im Konzertsaal via Großbildprojektion von Tobias Melle eigenhändig zur live gespielten Musik synchronisiert werden, entstand 2003 und machte den Künstler bald einem großen Publikum bekannt.

Strauss’ „Alpensinfonie“ ist das umfangreichste, rein sinfonische Werk des Meisters mit einer Dauer von 60 Minuten. 1915 uraufgeführt in Dresden ist dieses einstündige Werk von genialer Einfachheit. Wunderschöne Momente wohnen ihr inne und von unvergleichlicher Schönheit ist der Sonnenaufgang nach der so hervorragend instrumentierten nächtlichen Eingangsszene. Sind die sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss in ihrem Verlauf oft kammermusikalisch instrumentiert, so behält sich die Alpensinfonie stets üppige, reich instrumentierte Klangfarben vor.

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