Generalmusikdirektor Rasmus Baumann lädt ein zum Saisonauftakt mit Starpianist Tzimon Barto

Sein Klavierspiel wird international von Presse und Publikum bejubelt und er gilt als einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart – Tzimon Barto. Rasmus Baumann, seit wenigen Tagen neuer Generalmusikdirektor der Neuen Philharmonie Westfalen ist mit dieser Personalie ein Super-Coup für seinen Saisonstart gelungen. Schillernd ist dieser Superstar unter den Pianisten allemal und dies nicht nur am Klavier. Er komponiert, dichtet und befasst sich aktuell mit dem Erlernen von Mandarin und Persisch.

Tatsächlich mit Pauken und Trompeten beginnt Rasmus Baumanns „Auftakt“ als Generalmusikdirektor: denn Schostakowitschs „Fest-Ouvertüre“ wird durch genau diese Instrumente eröffnet. Den gleißenden Fanfarenglanz wirbelt allerdings bald ein champagnerprickelnder Galopp fort.
Mit Bläserfanfaren, diesmal von den Hörnern gespielt, hebt auch Tschaikowskys 1. Klavier-konzert an. Die mächtigen Klänge öffnen das Tor für die wohl großartigste Melodie der russischen Romantik, vom Klavier mit rauschenden Akkorden umspielt. Tschaikowskys Musik, so Schostakowitsch, habe einen „unauslöschlichen Eindruck“ bei ihm hinterlassen. Was sicher auch für die tiefe Emotionalität und folkloristische Frische gerade dieses Konzerts gilt. Tzimon Barto, amerikanischer Starpianist und sensibles Kraftpaket, weiß beide Facetten zu bedienen: virtuosen Tastendonner und zarte Poesie.
Der Erbe von Tschaikowskys verschwenderischen Gefühlswelten war Sergej Rachmaninow. Und wie sein Vorbild verstand sich auch Rachmaninow gleichzeitig als Russe und als Kosmopolit. Schon bevor er selbst nach Beverly Hills zog, war seine Musik in den USA extrem populär. Auch in seiner 2. Sinfonie bekennt sich Rachmaninow zur „russischen Seele“: mit schwärmerischen Steigerungswellen und viel Platz zur Entfaltung elegischer Melodien wie dem blühenden Klarinettensolo im Adagio. Der „Breitwandsound“ Rachmaninows überwältigt - Kollege Igor Strawinsky wusste schon, warum er ihm ein Händchen für „grandiose Filmmusik“ bescheinigte.

Programm:
Dmitri Schostakowitsch – Festliche Ouvertüre op. 96
Peter I. Tschaikowsky – Konzert für Klavier und Orchester Nr.1 b-moll op. 23
Sergej Rachmaninow – Sinfonie Nr. 2 e-moll op. 27

Termine:
Montag, 8. September 2014, 19.30 Uhr, Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus
Dienstag, 9. September 2014, 20.00 Uhr, Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus
Mittwoch, 10. September 2014, 19.30 Uhr, Kamen, Konzertaula

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