GMD Heiko Mathias Förster leitet 7. Sinfoniekonzert. Matthias Kirschnereit spielt Rachmaninow.

Er ist weltweit in Sachen Klavier und Klaviermusik unterwegs – der Pianist Matthias Kirschnereit. Allein im vergangenen Jahr war er anlässlich des 200. Geburtstages von Robert Schumann in Montréal, München, Hamburg und Bamberg zu hören und debütierte zudem auch in Taiwans Hauptstadt Taipeh. Jetzt kommt dieser Ausnahme-Künstler, der in Dorsten geboren wurde und im afrikanischen Namibia aufwuchs, zur Neuen Philharmonie Westfalen, um in zahlreichen Sinfoniekonzerten gemeinsam mit dem Orchester das zweite Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow zu interpretieren.

Daneben setzt GMD Heiko Mathias Förster ganz auf Sibelius und sein Werk. Der Abend beginnt mit dem sinfonischen Gedicht „Finlandia“, einer Komposition aus dem Jahre 1899, die mehr ist, als bloße Zuneigung zum Vaterland. 1899 befand sich Finnland im Status eines russischen Großfürstentums, in welchem die Zensur aller nationalistischen Bewegungen mit großem Argwohn beobachtet wurde. In einer so brisanten Situation konnte ein derart wirkungsvolles und effektvolles Stück wie „Finlandia“ durchaus als Dokument offenen Widerstands gelten, das schnell mit Aufführungsverbot belegt wurde. Danach zu Sergej Rachmaninow und seinem 2. Klavierkonzert in der Wiedergabe mit Matthias Kirschnereit. Rachmaninow war einer der „Klavierlöwen“ des frühen 20. Jahrhunderts, der sowohl als Pianist, Komponist und Dirigent seiner eigenen Werke große internationale Aufmerksamkeit auf sich zog, im Positiven wie im Negativen. An seiner Musik scheiden sich heute noch die Geister. Die einen schwärmen von seinem nationalrussischen Idiom und seiner atemberaubenden Kunst der Polyphonie, die anderen geißeln ihn als Effekthascher und bezichtigen ihn eines mondänen „Salonsentimentalismus“.
Ausklingen wird der Abend mit der 5. Sinfonie von Jean Sibelius. Beauftragt von der finnischen Regierung, schrieb Sibelius diese Sinfonie zum 50-jährigen Geburtstag seines Vaterlandes.

Neben den Konzerten in Gelsenkirchen, Recklinghausen und Kamen reist die Neue Philharmonie Westfalen mit dem Programm des 7. Sinfoniekonzertes nach Lippstadt und Bietigheim-Bissingen.

Termine:
12. März, 19.00 Uhr – Lippstadt, Stadttheater
14./15. März, 20.00 Uhr – Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier
16. März, 20.00 Uhr – Kamen, Konzertaula
18. März, 20.00 Uhr – Bietigheim-Bissingen, Kronensaal
20. März, 20.00 Uhr – Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus

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