Haydn im Dialog mit E-A-d-g-h-e'


„Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer“, „Eine Alte Dame Geht Hering Essen“ - mehr oder weniger sinnige Sprüche helfen, sich die Reihenfolge der leeren Gitarrensaiten zu merken. Wie man das beliebte Hausinstrument zu virtuoser Wirkung bringt, zeigt das schönste Gitarrenkonzert der gesamten Literatur: Rodrigos „Concierto de Aranjuez“: Andalusisches Feuer und orientalisches Parfum durchziehen diese Hommage an die Sommerresidenz der spanischen Könige. Rodrigos Kollege Turina versprühte ein ähnliches Flair in seiner Serenata für Streicher: der leichte Duft einer südlichen Sommernacht liegt auf den aparten Rhythmen und flirrenden Klängen.

Repräsentativ und festlich geht es in Haydns früher und kaum je gespielter Sinfonie Nr. 38 zu. Mit Pauken, Trompeten und schwungvollen Dreiklangsmotiven huldigt sie dem Geschmack von Haydns gräflichen und fürstlichen Arbeitgebern im böhmisch-ungarischen Raum. Aranjuez in Esterházy, sozusagen.

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