3. Sinfoniekonzert: "Von Leben und Tod"

 

In Deutschland vor allem durch seine Oper „Faust“ („Margarethe“) bekannt, ist Charles Gounod ein noch immer zu entdeckender französischer Romantiker. Neben der Opernbühne war die Kirchenmusik seine Domäne; vor seiner Bühnenkarriere arbeitete er als Organist. Sentiment und schmerzlich-schöne Süße waren Gounod dabei nicht fremd.

Auch seine große Trilogie „Mors et vita“, mit der er 1885 sein geistliches Schaffen abschloss, schwelgt in herrlichen Lyrismen - wie etwa im berühmtesten Satz, dem streichersatten „Judex“. Doch auch die Schrecken des Jüngsten Gerichts werden beschworen. Den Seelen im Fegefeuer verkündet Jesus die Auferstehung und das Leben. Ein Requiem entfaltet sich als Panorama aus abwechslungsreich besetzten Chor- und Solonummern. Zwischen grandiosem dramatischen Stil und innigen Arien vollziehen die ersten beiden Teile des Oratoriums die Auferstehung der Toten nach. Die Feier des ewigen Lebens steht am Schluss von „Mors et vita“: Mit einer lebhaften Vision des himmlischen Jerusalem und der prächtigen „Hosanna“-Chören schließt dieses außerordentlich klangschöne Riesenwerk. Gleich vier Chöre der Region sind in „Mors et vita“ zu erleben, die sich zu einem großen klanggewaltigen Körper zusammenschließen.

Geleitet werden die Konzerte an jedem Spielort von einem anderen Dirigenten: In Gelsenkirchen (9. November) liegt die Leitung in der Hand des niederländischen Gastdirigenten Enrico Delamboye, der derzeit als Chefdirigent am Theater Koblenz wirkt. Das Konzert in Recklinghausen (10. November) dirigiert der Leiter des Städtischen Chores, Alfred Schulze-Aulenkamp. Die Veranstaltungen in Schwerte (15. November) und Kamen (16. November) geben schließlich Franz-Leo Matzerath die Gelegenheit, sich als Gounod-Spezialist zu präsentieren.

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