7. Sinfoniekonzert „Aus der neueren Welt“

Alban Gerhardt hat sich im letzten Jahrzehnt unter den großen Cellisten unserer Zeit etabliert. Sein Klang ist unverwechselbar, und seine Interpretationen zeichnen sich durch höchste Originalität aus. Jetzt gastiert der ECHO Klassik Preisträger bei der Neuen Philharmonie Westfalen und interpretiert den Solopart des hochvirtuosen Cellokonzertes von Samuel Barber unter der Leitung von GMD Rasmus Baumann.

Die Saat, die Dvorák mit der Sinfonie „Aus der neuen Welt“ gesät hatte, ging auf: das musikalische Amerika versicherte sich seiner eigenen Sprache. Im 20. Jahrhundert gelang es Komponisten aus den USA meisterhaft, Anspruch und Unterhaltung zu verbinden. John Adams kombiniert die faszinierende Energie der Minimal Music mit dem Sound eines spätromantischen Orchesters, was ihn zum meistgespielten lebenden Komponisten Amerikas macht.

Das berühmte „Adagio for Strings“ von Samuel Barber zeigt seine Begabung, den Hörer mit tiefen Emotionen zu berühren. Auch sein Cellokonzert stellt diese Seite neben aller spielerischen Rasanz aus. Der Auftrag gebende Dirigent Serge Koussevitzky meinte, es sei für das 20. Jahrhundert ebenso bedeutend wie das Violinkonzert von Brahms für das 19. Jahrhundert. Den extrem virtuosen Solopart übernimmt Alban Gerhardt.

„Das Zeitalter der Angst“, so lautet die Übersetzung des Gedichts „The Age of Anxiety“ des großen Lyrikers W.H. Auden. Sofort nach der Lektüre begann Leonard Bernstein mit der Komposition seiner gleichnamigen 2. Sinfonie, eigentlich ein verkapptes Klavierkonzert. In Audens Gedicht treffen sich vier Personen in einer New Yorker Bar: der ausbrechende Krieg ist das Thema, doch auch der Versuch, die Angst zu überwinden und das Leben hymnisch zu bejahen.

 

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