Neue Philharmonie Westfalen begrüßt Gastdirigent Evan Christ zum 7. Sinfoniekonzert

Evan Christ wurde als Sohn einer Musikerfamilie in Los Angeles geboren und wuchs in Las Vegas auf. Er studierte zunächst Mathematik und Komposition an der Harvard University bis er sich dem Dirigieren zuwandte. Schließlich absolvierte er seine künstlerische Ausbildung bei Gert Bahner an der Hochschule für Musik in Leipzig und wurde Student von Christoph Eschenbach. Seit August 2008 ist der sympathische US-Amerikaner Generalmusikdirektor in Cottbus und kommt nun als Gastdirigent zur Neuen Philharmonie Westfalen.

Unter dem Titel: „Aller guten Dinge…“ hat Christ ein abwechslungsreiches Programm im Gepäck, beginnend mit der Orchestersuite „Die Liebe zu den drei Orangen“ von Sergej Prokofiew. Drei aufeinander eingespielte Solisten braucht es schließlich für Beethovens selten zu hörendes Tripelkonzert - eben keine autonomen Virtuosen, sondern echte kammermusikalische Partner. Das junge französische Trio Karénine gewann beim ARD-Musikwettbewerb 2013 den „Sonderpreis der Neuen Philharmonie Westfalen“ und damit ein Engagement für das 7. Sinfoniekonzert.

Zentraler, sinfonischer Glanzpunkt des Abends ist die Sinfonie Nr. 3 von Jean Sibelius. Der „Finlandia“-Komponist ließ das spätromantische Ornament hinter sich und wandte sich einer stärkeren Konzentration und Knappheit zu. Die Symmetrie suchte er dennoch: drei Sätze hat die Dritte, die in der Folge Schnell - langsam - schnell ein traditionelles Muster variiert und zugleich mit kantiger Originalität erweitert.

Zurück