8. Sinfoniekonzert der Neuen Philharmonie Westfalen

MiR-Chefdirigent Rasmus Baumann leitet Konzerte mit Werken von Edward Elgar und Gerald Finzi.

Im Rahmen des 8. Sinfoniekonzertes nimmt der junge erfolgreiche Gelsenkirchener Dirigent Rasmus Baumann das Publikum mit, um drei Werke zu besichtigen, die dem Kulturkreis des Britischen Empire entsprungen sind. In Großbritannien traten nach dem Tode Henry Purcells 1695 erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts wieder Komponisten hervor, die international Beachtung fanden. Der würdigste Vertreter eines angelsächsischen Tones ist Sir Edward Elgar, mit dessen „Cockaigne-Quvertüre“ op.40 der Abend beginnt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Elgar durchschlagenden Erfolg mit seinen „Enigma-Variationen“, die ihn weit über die bisherigen Erfolge als Komponist bestätigten. Und so geriet die Uraufführung der „Cockaigne-Ouvertüre“ in der Londoner Queens-Hall am 20. Juni 1901 ebenfalls zu einem großen Erfolg. Das 15-minütige Werk beschreibt auf phantasievolle Art und Weise die Zustände in einem London des Überflusses und Wohlstandes.
Anschließend interpretiert die israelische Klarinettistin Shirley Brill das Klarinettenkonzert des hierzulande zu Unrecht wenig bekannten Briten Gerald Finzi.
Wieder zurück zu Sir Edward Elgar und seinen „Enigma-Variationen“, mit denen dieser aufregende Konzertabend enden wird. Das Variations-Werk entstand 1898, als Elgar eine zufällige Melodie auf dem Klavier spielte. In 14 verschieden Abschnitten beschreibt der 1904 zum Ritter des Britischen Empire Geschlagene sein persönlichstes Umfeld mit Ehefrau, Freundinnen und Freunden, mit deren Initialen die einzelnen Abschnitte in der Partitur betitelt sind. Angeblich soll ein nicht gespieltes Thema sich zerstückelt durch alle Variationen ziehen, was dem Werk den Titel „Enigma“ griechisch für Rätsel einbrachte.

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