9. Sinfoniekonzert: Shakespeare konzertant

Und schon befinden sich GMD Rasmus Baumann und seine Neue Philharmonie Westfalen konzerttechnisch auf der Zielgeraden dieser Saison. Mit Werken von Tschaikowsky, Mendelssohn Bartholdy und Schostakowitsch ist der gesamte Konzertabend eine Widmung an den englischen Dichterfürsten William Shakespeare, der in diesem Jahr seinen 450. Geburtstag feiern würde.

„Wenn Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter!“ So beginnt Shakespeares „Was ihr wollt“. Wohl kein anderer Dichter hat zu so vielen künstlerischen Nachschöpfungen inspiriert wie der englische Barde: darunter kurze Songs und ganze Opern, sinfonische Dichtungen und Filmscores. Der erste Shakespeare-Film flimmerte schon 1899 auf den Leinwänden. Mit dem Kintopp hatte Schostakowitsch Erfahrungen, seit er seine ersten Brötchen als Stummfilmpianist verdient hatte. 1964 komponierte er seine „Hamlet“-Filmmusik, die den Dänenprinzen nicht nur als düsteren Melancholiker, sondern mit schroffem und satirischem Zugriff zeigt. Eher die grüblerische Seite Hamlets, sein Leiden und Sterben betont dagegen Tschaikowskys Ouvertüre. Aber auch die unglückliche Liebe der zarten Ophelia findet Widerhall in diesem fast unbekannten Werk des großen russischen Romantikers.
Nichts von Kampf und Schicksalsschwere dann in der wohl schönsten Shakespeare-Musik: Mendelssohns „Sommernachtstraum“. Mit geradezu unverschämtem Genie breitet der Siebzehnjährige in seiner Ouvertüre den schwerelosen Zauber der Liebesverwicklungen im Elfenspuk aus. Dazu kommt Schauspieler Sebastian Schwab, der, gleich in mehrere Rollen schlüpfend, den Sommernachtstraum dramatisch untermalen wird.

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