Konzertante Höhepunkte im vollen Terminkalender der Neuen Philharmonie Westfalen

Wirft man einen Blick auf den aktuellen Dienstplan der Neuen Philharmonie Westfalen, kommt man nur schwer an den vielen aktuellen Konzerthighlights vorbei: Ein verschollenes Oratorium von Jules Massenet, Tschaikowskis 5. Sinfonie, Richard Strauss und Johannes Brahms- und das alles an einem Wochenende? Eine überaus ereignisreiche Zeit steht den Musikerinnen und Musikern bevor, denn das Landesorchester mit Sitz in Recklinghausen leistet dieser Tage ein Pensum, das normalerweise auch gut von zwei Orchestern bewältigt werden könnte.

Monumental ist schon das Gastkonzert zur Eröffnung des Altenberger Kultursommer 2012 im Dom zu Altenberg am 19. Mai, 20.30 Uhr. Unter der Leitung von Andreas Meisner interpretiert die Neue Philharmonie ein lange verschollenes Werk von Jules Massenet „La terre promise“, das sich mit dem jüdischen Aufmarsch vor Jericho beschäftigt und eindrucksvoll den Einsturz der Mauern der Stadt durch das heftige Anblasen der Posaunen schildert. Zum Anfang desselben Konzerts, sozusagen als „Warmup“, interpretieren die westfälischen Musiker unter dem Dirigat von Barockgeiger und Festivalchef Werner Erhardt die wunderschönen Haydn-Variationen von Johannes Brahms.
Am darauffolgenden Sonntag, 20. Mai, gastiert die NPW um 15.00 Uhr und 18.00 Uhr im heimischen Ruhrfestspielhaus im Rahmen der Ruhrfestspiele. Passend zum Motto des diesjährigen Festivals musizieren NPW und GMD Heiko Mathias Förster die 5. Sinfonie von Peter I. Tschaikowski, die mit Bildern des Münchener Fotographen Tobias Melle unterlegt ist. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat der Bildkünstler und Cellist Tobias Melle in einer ungewöhnlichen Verbindung seiner zwei
künstlerischen Leidenschaften, sinfonische Konzerte und imposante Bildimpressionen, fünf Sinfonien in Bildern geschaffen, in denen die Musik dank groß projizierter Fotografien visuell erlebbar wird. Tschaikowskis Sinfonie Nr. 5 spricht mit tiefer Emotionalität und wird zusammengehalten von einem Schicksalsmotiv.
Damit nicht genug – parallel dazu hebt MiR-Chef Rasmus Baumann am gleichen Tag um 18.00 Uhr den Taktstock, um mit dem anderen Teil der Neue Philharmonie Westfalen Richard Strauss zu huldigen. Auf den Pulten liegen die Partituren der Oper „Salome“, die an diesem Abend in Gelsenkirchen in konzertanter Form ihre Premiere feiert.

Zurück