Mit der NPW tief in den wilden Westen

GMD Rasmus Baumann und die Neue Philharmonie Westfalen gehen im 5. Sinfoniekonzert auf eine Reise über den „großen Teich“ mit Werken von George Gershwin, Bernd Alois Zimmermann, Ferde Grofé und Morton Gould.

"Summertime" und viele andere Songs - "Porgy and Bess" hat in unzähligen Cover-Versionen auch die Jazzer inspiriert. Doch George Gershwin verstand sein Bühnenwerk eigentlich als Oper. Der Sohn russisch-jüdischer Einwanderer nahm als einer der ersten Komponisten die Musik der Afroamerikaner ernst. Mit Anklängen an Spiritual und Blues verlieh er der schwarzen US-Bevölkerung eine selbstbewusste musikalische Stimme.

In seinem Schaffen solidarisierte sich Bernd Alois Zimmermann immer wieder mit den Opfern von Willkür und Gewaltherrschaft. Sein Trompetenkonzert von 1953 trägt dieses humane Anliegen schon im Titel: der Spiritual "Nobody knows de trouble I see" steht für die gedankliche Verbindung mit der Bürgerrechtsbewegung während der Rassenunruhen. Im Jazz sah Zimmermann die Utopie einer "befreiten" Musik jenseits aller Avantgarde-Dogmen. Der vielseitige Trompeter Reinhold Friedrich ist beredter Anwalt von Zimmermanns Konzert und erhielt für seine CD-Einspielung einen ECHO-Preis.

Tief in den Wilden Westen führt uns Ferde Grofés "Grand Canyon Suite". Grofés meistgehörte Noten stecken in seiner Orchestrierung von Gershwins "Rhapsody in Blue". Doch auch als eigenständiger Komponist traf er das Idiom der Neuen Welt äußerst bildkräftig. Die Naturwunder des Grand Canyon entstehen vor dem inneren Auge des Hörers in majestätischer Pracht.

Zusätzlich werden sie von Multimedia-Künstler Nicholas Bardonnay durch beeindruckende Bilder in Kooperation mit Westwater Arts auf einer großen Leinwand lebendig gemacht (nur in Gelsenkirchen und Recklinghausen).

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