NPW Backstage - der aktuelle Clip im Oktober - 2. Sinfoniekonzert - Optimismus in D

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Nach der Erforschung der ernsten Tonart d-moll in der letzten Spielzeit widmen wir uns ihrer optimistischen Schwester. Denn D-Dur "wirft Feuer in die Herzen", befand der gelehrte Mozart-Zeitgenosse Abbé Vogler: "Der Geist schwingt sich zu Heldenthaten." Mit revolutionärer Sprengkraft springt Mozarts "Figaro"-Ouvertüre kopfüber hinein in den tollen, verrückten Tag, wie das zugrunde liegende Lustspiel von Beaumarchais heißt.

Weniger feurig, aber mit der ruhigen Gelassenheit eines langen Lebens geht es in Richard Strauss' Oboenkonzert zu, das 1945 nach den Verheerungen des Krieges eine sanfte Idylle beschwört. Strauss schrieb diese "Handgelenksübung" nach der Anregung eines amerikanischen Soldaten, der später im Philadelphia Orchestra Oboe blies. Den überaus anspruchsvollen Part spielt Manuel Bilz, der sich auch im Projekt "Rhapsody in School" engagiert. Nachdem 2018_2019 bereits der Soloharfenist Andreas Mildner zu Gast war, begrüßen wir mit dem Solooboisten ein weiteres Mitglied des WDR Sinfonieorchesters Köln.

Brahms' 2. Sinfonie fing 1877 die Sommersonne des Wörthersees ein. Zwar kündigte er scherzhaft an, noch nie "so was Trauriges, Molliges" geschrieben zu haben, doch die freundlichen Themen feiern die Natur und das Leben. Nur manchmal trübt eine düstere Wolke den lichten Horizont - doch rasch zieht sie vorbei und macht einer wahren Explosion des Jubels Platz. Georg Fritzsch, langjähriger GMD in Kiel, widmet sich nun wieder seiner freischaffenden Tätigkeit u.a. in Stuttgart, Genf und der Hamburger Elbphilharmonie. Zudem hat er eine Professur für Dirigieren an der Musikhochschule München inne.

 

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