„Tuba mal vier“ mit dem Melton-Tuba-Quartett

Das größte Blechblasinstrument mal vier: Schon optisch ist das Melton Tuba Quartett ein echter Hingucker. Wie elegant und witzig die vier Tubisten ihr glänzendes Instrument präsentieren, beweisen sie mit dem „Grand Concerto 4 Tubas“ im Rahmen des 5. Sinfoniekonzertes der Neuen Philharmonie Westfalen unter der Gesamtleitung von GMD Rasmus Baumann.

John Stevens hat den vier Tubisten ein schmissiges Stück auf den Leib geschneidert - in amerikanischer Lässigkeit hat er das Tuba-Tabu in deutschen Konzertsälen mit dem ersten Originalwerk für diese Formation und Orchester durchbrochen, das als Glanzpunkt am Ende des Sinfoniekonzertes erklingt.

Generalmusikdirektor Rasmus Baumann beginnt den Abend mit zarten Klängen und musiziert mit der Neuen Philharmonie die „Abschiedssinfonie“ von Joseph Haydn. Wahrscheinlich war das Werk des österreichischen Komponisten ein Protest gegen die Urlaubssperre seines Arbeitgebers oder gegen drohende Sparmaßnahmen. Man weiß es nicht genau, auf welche Umstände die stille Revolution im Finale reagiert. Nach und nach verlassen die Musiker die Bühne, bis nur noch zwei einsame Geiger übrig bleiben.

Danach Musik in umgekehrter Reihenfolge - John Corigliano, Großmeister der US-Klassikszene, lässt die Musiker in seiner launigen „Promenade Ouverture“ wieder einmarschieren. Haydn also rückwärts - nur die Tuba kommt etwas zu spät… Der Auftakt zum zweiten Teil des Konzertes gerät grandios mit Edward Elgars „Pomp and Circumstance“, bevor das ganze Geschehen dann von den vier Herren des Melton-Tuba-Quartett bestimmt wird, die hoffentlich den Saal nicht zum Einsturz bringen werden.

 

Termine:

Montag, 12. Januar 2015, 19.30 Uhr, Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier, Großes Haus

Dienstag, 13. Januar 2015, 20.00 Uhr, Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus

Mittwoch, 14. Januar 2015, 19.30 Uhr, Konzertaula Kamen

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