Starcellistin Raphaela Gromes zu Gast im NPW Sinfoniekonzert
27. Januar 2026
Die Neue Philharmonie Westfalen rückt im 6. Sinfoniekonzert unter der Leitung von Enrico Calesso eine außergewöhnliche Wiederentdeckung ins Zentrum: die international gefeierte Cellistin Raphaela Gromes präsentiert das lange vergessene Cellokonzert der französischen Komponistin Marie Jaëll. Gromes, die sich seit Jahren für die Sichtbarkeit von Komponistinnen engagiert und mit Projekten wie den Alben „Femmes“ und „Fortissima“ sowie einem gleichnamigen Buch Maßstäbe setzt, bringt dieses elegante Werk mit ihrer charakteristisch erzählerischen Klangsprache zurück auf die Bühne.
Marie Jaëll, Schülerin von Saint‑Saëns und César Franck und eng befreundet mit Franz Liszt, war im Musikleben des späten 19. Jahrhunderts hoch angesehen, geriet jedoch später in Vergessenheit. Liszt schätzte sie so sehr, dass er ihr attestierte, ein männlicher Name hätte ihr weltweite Anerkennung verschafft. Das Konzert stellt Jaëlls Musik in einen lebendigen Dialog mit Werken ihrer Lehrer und Weggefährten: Raphaela Gromes interpretiert zudem Saint‑Saëns’ populäres Cellokonzert Nr. 1, dazu erklingt Liszts Mephisto‑Walzer Nr. 1 in der Orchesterfassung sowie Francks heute vielgespielte, bei ihrer Uraufführung jedoch verkannt gebliebene Sinfonie d‑Moll. So entsteht ein Abend, der musikalische Beziehungen hörbar macht und zugleich eindrucksvoll zeigt, wie reich die Musikgeschichte jenseits des etablierten Kanons ist.
Termine:
Dienstag, 3. Februar 2026, 19:30 Uhr – Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus Mittwoch, 4. Februar 2026, 19:30 Uhr – Kamen, Konzertaula Freitag, 6. Februar 2026, 19:30 Uhr – Wesel, Städtisches Bühnenhaus Montag, 9. Februar 2026, 19:30 Uhr – Gelsenkirchen, Musiktheater im Revier